Neuer Innenhof Vorhaben am Dümmer-Museum Lembruch realisiert


Lembruch. Seit Juli verfügt das Dümmer-Museum in Lembruch über einen neuen Anbau, „der inzwischen intensiv für diverse Veranstaltungen wie unsere Gruppenangebote genutzt wird“, stellt Leiterin Sabine Hacke heraus. Danach hätten sich die Abschlussarbeiten im Außengelände angeschlossen.

Durch den Neubau habe man einen sogenannten Multifunktionsraum bekommen, der minimalistisch mit Tischen und Stühlen eingerichtet wurde. „Mit dem Teich-Aquarium und dem Anbau ist sogar ein Museumsinnenhof entstanden, der konzeptionell mit einem kleinen Parcours ausgestattet wurde“, freut sie sich besonders.

Vier Stationen zählen zu diesem neuen Angebot. Die erste Station, die sich mit „Plankton im Dümmer“ beschäftigt, wurde im Multifunktionsraum installiert. Interaktiv können die sich dort befindlichen Scheiben mit „Hüpferling“, „Wasserfloh“ oder „Rädertierchen“ abgenommen und in die Sonne gehalten werden, was für besondere Effekte sorgt. „Auch eine Fortsetzung unserer Forschungsstation ‚Leben im Wasser‘“, stellt die Museumsleiterin dar.

Elemente der Natur und des Naturhaushaltes im Dümmer finden Besucher im Außenbereich mit den Stationen „Insektenhotel“ und einer archimedischen Wasserspirale. „Die wurde vor Urzeiten benutzt, um Wasser über einen Höhenunterschied mechanisch zu transportieren. Sie ist nachweisbar in der Landwirtschaft eingesetzt worden, da diese Region sich immer mit dem Entwässern beschäftigt hat“, erläutert Sabine Hacke. Weiter gebe es eine Bodenstation. „Weil wir durch unsere Arbeit mit Gruppen festgestellt haben, dass es sehr spannend ist, welche unterschiedlichen Bodenarten wir hier am Dümmer haben und wie sich Wasser verhält, wenn es auf diese Böden trifft“, veranschaulicht die Fachfrau, dass dazu Humus gehöre sowie ein Gemisch, das sich „Schluff“ nennt.

Hecke mit Stauden

Was besonders herausragend ist – dass die Texte an allen Stationen auch in Blindenschrift vorhanden sind. In Ergänzung zum Insektenhotel habe man außerdem eine neue Blühhecke angepflanzt, auch mit Stauden. „Das ist nicht nur Nahrung für die Insekten, die in unserem Hotel hoffentlich ihre Eier ablegen, sondern es ist auch ein optischer Reiz für Museumsgäste, um im Außenbereich zu verweilen“, meint Hacke begeistert.

Wie sich der Außenbereich heute präsentiere, sei nur durch Förderung möglich gewesen, betont die gebürtige Münsteranerin. So sei ein besonderer Zaun – damit der neue Museumshof auch eine Einfriedigung bekam – über die RWE-Förderung „Aktiv vor Ort“ in Kooperation mit dem Schloss Haldem (LWL-Maßregelvollzugsklinik) in der Ergotherapie-Werkstatt unter der Leitung von Holger Reitmeyer entstanden.

Weiter habe sich Bingo-Lotto sehr engagiert, wie auch der Landschaftsverband Weser-Hunte und die VGH-Stiftung. „In ihm werden wir die erste Sonderausstellung mit textiler Kunst aus der Mux-Sammlung von Monika Frohn am 1. März eröffnen“, erzählt die Museumsleiterin voller Vorfreude. Eine große Sonderausstellung sei zudem mit Malerei und Steinskulpturen geplant. Zurzeit hat das Museum nur sonntags von 12 bis 16 Uhr geöffnet; ab 1. Dezember bis 31. Januar geht es in die Winterpause. Gruppen können sich auch außerhalb dieser Zeiten für einen Museumsbesuch anmelden.

Weitere Informationen unter www.duemmer-museum.de