Jahr 1924 ist das Minimum Seniorennachmittag im Rahmen des Bohmter Marktes

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Bohmte. 90 Jahre sind derzeit das Minimum, das ein Teilnehmer des Seniorennachmittags des Bohmter Ortsrates vorweisen muss, wenn er zu denjenigen gehören möchte, die die Altersrangliste anführen – und entsprechend geehrt werden. So geschehen am Montagnachmittag im Rahmen des Bohmter Marktes.

Und nicht nur die Männer und Frauen, die als älteste Teilnehmer ausgezeichnet wurden, gingen nicht mit leeren Händen nach Hause. Einmal mehr hatten zudem örtliche Geschäftsleute Gutscheine und Präsente zur Verfügung gestellt, die im Verlauf des Programms verlost wurden. Dass die Losabschnitte den Aufdruck „Weihnachtseinkauf“ trugen, tat der Funktionstüchtigkeit keinerlei Abbruch. Jella und Lona nahmen ihre Aufgabe als Glücksfeen sehr ernst und schauen beim Ziehen garantiert nicht auf die Abschnitte. Beschwerden aus dem Publikum kamen trotzdem: „Es gewinnen ja nur die Einser-Nummern.“ Aber als dann die Zweier an der Reihe waren, klappte das Gewinnen wieder nicht: „Das war ganz knapp.“

Apropos gewinnen. Für die Organisation war die Werbegemeinschaft Bohmte zuständig. Deren Vorsitzender Ronald Fortmann richtige sich an das Publikum: „Auf Sie können wir zählen, wenn es darum geht, das Einkaufsangebot in Bohmte zu erhalten.“ Entsprechend ist die Verlosung auch ein kleines Dankeschön an die ältere Generation. Für leichte Irritationen und gewisse Heiterkeit sorgten Gutscheine für ein Probetraining im Aktivcenter des TV 01 Bohmte,

Ortsbürgermeister Thomas Rehme war ebenso für die Begrüßung wie für die Moderation des Nachmittags zuständig. Ankündigen konnte er ebenso Tanzgruppen des TV 01 Bohmte, den Sketch der kfd Bohmte „Zu Gast bei Frau Gräfin“ und selbstverständlich die Ehrung der Ältesten. Dienstmädchen Johanna hatte schließlich die Lacher auf seiner Seite. Bei der Bestellung von Kaffee und Bad hatte die Bedienstete nur das Gewünschte (und nicht das volle Programm bis hin zu Bademantel und Schminkutensilien) gebracht. Als sich die Gnädige schlecht fühlte (und eine Tablette erwartete) sah das Ergebnis anders aus. Gesorgt war für Hausarzt, Krankenwagen, Bettenreservierung im Krankenhaus, Bekannte und Verwandte waren ebenso informiert wie der Pastor....

Selbstverständlich war für Kaffee und Kuchen gesorgt. Und wer neben sich einen unbesetzten Platz vorfand, hatte sogar die Chance auf eine zweite Portion.

Wie ernst Teilnehmer den Seniorennachmittag nehmen, berichtete eine Frau. Sie konnte nicht ganz pünktlich sein, weil sie gerade von einer Reise kam: „Ich bin extra einen Tag früher wiedergekommen. Ich habe mich angemeldet, dann komme ich auch...“

Ein Bestandteil der Veranstaltung ist die Auszeichnung der ältesten Teilnehmer. Spitzenreiterin bei den Frauen, so Rehme, ist Emma Stegmann vor Else Sundmäker und Hildegard Panknin. Die Liste der Männer führt Anton Oremek an vor Friedrich Hüsemann und Helmut Fortmann. Das Sextett ähnelt übrigens stark der Besetzung des Vorjahres. Ausgerechnet die Spitzenreiterin war vor ziemlich genau zwölf Monaten nicht dabei gewesen,

Der Seniorennachmittag fand übrigens zum fünften Mal im Rahmen des Bohmter Marktes statt. Und Zeit für einen Bummel blieb allemal.


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