Sanierung des Kreisverkehrs Endspurt in der Baustelle Leckermühle



Leckermühle. Endspurt auf der Baustelle in Leckermühle. Die Arbeiten liegen im Zeitplan. Mitte Oktober, also in gut zwei Wochen, soll das Vorhaben Kreisverkehrssanierung abgeschlossen sein. Und die Verkehrsteilnehmer haben ihre Geduldsprobe bestanden ...

Einigen Fahrern ist sicherlich aufgefallen, dass der neue Straßenbelag im Baustellenbereich heller ist als bislang. Was hat es damit auf sich?

„Beim Kreisel Leckermühle wird ein sogenannter halbstarrer Belag eingebaut. Dabei handelt es sich um einen Asphalt mit einem hohen Porenanteil, der mit Zementschlämme gefüllt wird, woraus sich auch die hellere Farbe der Oberfläche ergibt“, erläutert Cord Lüesse, Leiter des Geschäftsbereich Osnabrück des Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.

Der Grund: In den Fahrbahnen der Kreisel treten beim Durchfahren vor allem mit Schwerverkehr sehr hohe Scher- und Schubkräfte auf, wodurch gewöhnlicher Asphalt extrem beansprucht wird. Verdrückungen und Verformungen treten so relativ schnell auf.

„Wir bauen daher in vor allem mit Schwerverkehr belasteten Kreiseln wie dem in Leckermühle in der Regel nur noch Betonfahrbahnen oder die halbstarren Beläge ein, da diese weniger zu Verdrückungen und Verformungen neigen, wesentlich haltbarer sind und somit den späteren Sanierungsaufwand erheblich reduzieren“, erklärt Lüesse.

In den vergangenen Jahren habe die Landesbehörde an mehreren Stellen im von ihr betreuten Straßennetz sehr gute Erfahrungen mit halbstarren Belägen in Kreisel-Fahrbahnen gemacht.

In der Praxis sieht das Verfahren zur Herstellung eines halbstarren Belages wie folgt aus: Zunächst wird der Asphalt mit hohem Porenanteil eingebaut, wenn dieser ausgekühlt ist, kann dann die Zementschlämme eingebracht werden. Diese füllt die Poren und erzeugt so eine feste, verformungsstabile Fahrbahnbefestigung. Die Zementschlämme muss mehrere Tage (wie bei einem Beton) abbinden, bevor mit weiteren Arbeiten begonnen beziehungsweise die Fläche überfahren werden darf. „Aus diesem Grunde ruhen die Arbeiten im Baustellenbereich dann auch einige Tage“, so Lüesse.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN