Verkehrserziehung Grundschüler in Herringhausen besuchen Busschule

Von Almut Hülsmeyer

Praktischer Unterricht vor der Schule: Frank Brüggemann erklärt den Schülern, welche Regeln sie beim Busfahren beachten müssen. Foto: Almut HülsmeyerPraktischer Unterricht vor der Schule: Frank Brüggemann erklärt den Schülern, welche Regeln sie beim Busfahren beachten müssen. Foto: Almut Hülsmeyer

Herringhausen. „Alter, die stehen auf der Straße“, ruft ein Schüler halb entsetzt, halb empört in den Klassenraum der Grundschule Herringhausen. Dort sitzen an diesem Morgen 32 Dritt- und Viertklässler und gucken unter Anleitung von Frank Brüggemann den Film „Anna und der Bus“. Der Film ist Teil des Projekts Busschule, das die Verkehrsgesellschaft Landkreis Osnabrück anbietet. Während des mehrstündigen Projekts lernen die Schüler theoretisch und praktisch das richtige Verhalten im öffentlichen Nahverkehr.

Während der Filmvorführung hält Brüggemann die DVD immer wieder an, um mit den Schülern über das falsche Verhalten der Protagonisten Anna und Felix zu sprechen, die mit dem Bus zur Schule fahren. Als im Film ein Ball vor den Bus rollt, geht ein Aufschrei durch die Klasse. „Was macht jetzt wohl der Busfahrer?“, fragt Brüggemann. „Eine Vollbremsung“, rufen die Grundschüler im Chor.

Anhand der Filmszenen thematisiert Brüggemann wichtige Verhaltensregen bei der Nutzung von Linienbussen, etwa dass man beim Einsteigen nicht drängelt und im Bus nicht an den Haltegriffen herumturnt. Auch Ausnahmesituationen werden besprochen. So erfahren die Schüler, was man macht, falls der Halteknopf mal nicht funktioniert oder man vergisst, an der richtigen Haltestelle auszusteigen.

Nach der Theorie wird das richtige Verhalten auch praktisch im Bus geübt, der vor der Grundschule steht. Zunächst müssen die Schüler beim Einsteigen zeigen, dass sie die im Unterricht besprochenen Verhaltensregeln auch tatsächlich umsetzen können. Im Businneren erklärt Brüggemann verschiedene Gegenstände wie etwa den Notfallhammer und den Notausstieg durch die Dachluke. Höhepunkt der Veranstaltung ist die anschließende Fahrt nach Bohmte. Vor dem Bremsmanöver, das Brüggemann während der Fahrt ankündigt, haben manche Schüler Bedenken. Doch nachdem er das erste Mal auf freier Strecke in die Bremsen gestiegen ist, verlangen die Schüler eine Zugabe. „Noch mal, noch mal“, hallt es durch den Bus. Am Bohmter Bahnhof zeigt Brüggemann den Schülern, was alles auf einem Haltestellenschild steht und wie man einen Fahrplan liest. Danach geht es zurück zur Schule. Dort gibt es zum Abschluss für die Kinder noch ein überraschendes Bremsmanöver, das ihnen zeigt, wie stark die Fliehkräfte auch bei geringen Geschwindigkeiten wirken.