Kein ausreichendes Potenzial Erdgas-Suche in Stemwede gescheitert

Von Andreas Schnabel

Das Exxon-Bohrfeld in Stemwede-Oppenwehe soll jetzt zurückgebaut werden. Archivfoto: Martin NobbeDas Exxon-Bohrfeld in Stemwede-Oppenwehe soll jetzt zurückgebaut werden. Archivfoto: Martin Nobbe

Stemwede. Die Suche nach Erdgas im Wittlager Nachbaraltkreis Lübbecke ist offensichtlich gescheitert: Das Unternehmen Exxon Mobil hat gegenüber der Bezirksregierung Arnsberg als zuständiger Bergbehörde angekündigt, die Bohrung „Oppenwehe 1“ in Bohmtes westfälischer Nachbargemeinde Stemwede zu verfüllen und den Bohrplatz zurückzubauen.

Die Ergebnisse der Bohrungen „Oppenwehe 1“ zeigen nach Darstellung eines Exxon-Sprechers kein ausreichendes Potenzial. Die Erdgas-Suche steht also vor dem Aus.

Stemwedes Bürgermeister Gerd Rybak geht nun davon aus, dass die Maßnahmen zum Rückbau eingeleitet und abgestimmt werden. Im Gespräch mit noz.de sagte Rybak am Dienstag, er sei weder von der Bezirksregierung noch von Exxon informiert worden: „Ich habe die Information aus den Medien.“ Jede Menge Diskussionsstoff also für die Mitglieder des Stemweder Bauausschusses, der am Donnerstag, 25. September, ab 17 Uhr in der kleinen Festhalle in Levern tagt.

Rückblick: Im Herbst 2008 war die Probebohrung gestartet worden. Die Bohrung wurde im Rahmen der Erkundung von Erdgasvorkommen in Schiefergaslagerstätten vorgenommen.

Als in der Folge bekannt geworden war, dass 26000 Liter Diesel zu Druckprüfungszwecken im Bohrloch versenkt wurde, hatte es heftige Proteste aus der Bevölkerung und der Politik gegeben.

Laut Exxon Mobil lag entsprechend behördlicher Genehmigung der Diesel in dem 2600 Meter langen 20-Zoll-Standrohr „sicher abgekapselt“ von Erdreich und vom Trinkwasser. „Mehrere Lagen Spezialstahl und -zement garantieren, dass es nicht zu einem Übertritt in Grundwasser führende Schichten kommen kann“, hieß es seinerzeit aus dem Unternehmen.

Doch Bürger kritisierten scharf, dass solche Mengen Dieselkraftstoff inmitten des Naturschutzgebietes Oppenweher Moor überhaupt eingelagert wurden.

Danach begann sich Widerstand zu formieren. Exxon polarisierte.

Ein Großteil des Diesels wurde im Februar 2013 zurückgeholt. Begründet wurde die Diesel-Rückholung von Exxon damit, dem Wunsch der Öffentlichkeit Rechnung zu tragen.