Woche der Diakonie: „Wir sind Familie“ Thema in Hunteburg: Wohlfühlen wie ein Vogel im Nest

Von Elvira Adria


Hunteburg. „Kirche und Diakonie gehören zusammen. Gottes Wort und die tatkräftige Hilfe haben eine feste Verbindung“, sagte die Leiterin der Diakonie des Kirchenkreises Bramsche, Natalia Gerdes, während des Abschlussgottesdienstes der Woche der Diakonie in der St.-Matthäus-Kirche in Hunteburg.

Der Eröffnungsgottesdienst des Kirchenkreises hatte in Hesepe stattgefunden. Die Woche der Diakonie stand unter dem Thema „Wir sind Familie“. Es ist zugleich das Jahresthema der Diakonie in Niedersachsen.

Kinder sind wohl der wichtigste Teil der Familie, hieß es. „Wie ein Vogel im Nest“ sollen sie sich wohlfühlen. Das war der Leitgedanke des Gottesdienstes in Hunteburg. Das Nest der Familie soll kuschelig, weich und warm sein, damit es Geborgenheit und Liebe vermitteln kann. Die Kinder des Kindergartens bauten im Gottesdienst ein solches Nest, ein Nest, das den Lebensräumen angepasst, immer umfangreicher werden soll. Zunächst behütet das Nest in der Familie, dann das im Kindergarten, in der Schule und auch das Nest in der Gemeinde soll Wärme geben. Kinder sollen gut behütet und versorgt werden und kindliche Glückseligkeit erleben, sodass sie schließlich ausfliegen und ein eigenes Nest bauen können.

Die Kinder hatten im Gottesdienst auch ihren Auftritt als Sänger. Bei der musikalischen Gestaltung waren zudem die Hausband der Gemeinde „Unico“ und Organist Christian Steuwer sowie eine sangesfreudige Gemeinde mit dabei. „Familie ist da, wo wir uns wohlfühlen, da, wo wir zu Hause sind“, sagte Pastor Milchner.

„Leben gelingt aber nicht immer. Manchmal ist es bunter und verwickelter, als man es sich vorgestellt hat. Deshalb bietet die Diakonie der evangelischen Kirche Hilfe und Beratung“, so Natalia Gerdes.

Wenn Schwierigkeiten auftauchen, wenn es nicht so läuft, wie man sich das erhofft, wenn Unvorhergesehenes in den Schutzraum Familie hineinplatzt, dann seien Enttäuschungen da. Aus Enttäuschung werde eine ernste Auseinandersetzung. Man schaffe es nicht immer, sich zu versöhnen, neu anzufangen. Hier bietet die Diakonie Hilfe an. Manchmal bleibe aber nur die Trennung, und man beginne neu zu hoffen, dass es beim nächsten Mal besser wird. Auch hier könne die Kirche beratend tätig sein und deeskalierend wirken.

Die Diakonie des Kirchenkreises arbeitet mit den staatlichen Hilfsstellen zusammen, sie hält Kontakt zu den politischen Gemeinden.

Gemeinderätin Sabine de Buhr-Deichsel gab Auskunft über die wichtigen Aufwendungen für die Jugendarbeit der Gemeinde Bohmte. Das wurde auf dem anschließenden Empfang nach dem Gottesdienst deutlich. Dort bestand Gelegenheit, bei Getränken und einem Imbiss ins Gespräch zu kommen. Der Kirchechor der Gemeinde umrahmte im Pfarrgarten mit seinen Liedern den Abschluss der Woche der Diakonie des Kirchenkreises Bramsche.