Ein Glücksfall für den SCH Abenteuer geht nicht ohne Mütter in Herringhausen

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Bewegen nach Abenteuer-Lust in Herringhausen mit Katja Vernekohl. Foto: Oliver KratoBewegen nach Abenteuer-Lust in Herringhausen mit Katja Vernekohl. Foto: Oliver Krato

Herringhausen. Was macht man als Eltern mit Kindern, die aus dem klassischen Kindergarten-Sport entwachsen und noch nicht reif sind für eine bestimmte Sportart? Man sucht nach einer etwas freieren Form des Turnens. Und wenn es die im Angebot des vertrauten Vereins nicht gibt? Man packt mit an, wenn es um die Bildung einer entsprechenden Gruppe geht.

Katja Vernekohl tat es, als Sohn Laurenz an diesem Punkt angekommen war, und sagte Ja, als sie um ihre Bereitschaft zur Übernahme einer solchen Gruppe gefragt wurde.

Was nahelag, denn schließlich war die heute 40-Jährige eine Leistungsturnerin und Tennisspielerin, ehe mehr die Familie zählte. Sie fand zwei gleich gesinnte Mütter, von denen Svetlana Schamin auch heute noch dabei ist, wenn donnerstags um halb drei in der Herringhauser Halle das Abenteuer-Turnen steigt. Abenteuer insoweit, als sich frei bewegt werden kann und darf bei einem freien Aufbau von Geräten und Hindernissen. Mal kommen nur fünf, in der Mehrzahl jedoch zehn bis 15 Kinder, um sich eine Stunde lang frei zu bewegen zwischen den betreuenden Händen der Mütter.

Es ist nicht die einzige Stunde, in der sich Katja Vernekohl in die angenehme Pflicht nehmen ließ, weil sie nicht Nein sagen konnte, als ihr Engagement erkannt und sie auf eine Erweiterung angesprochen wurde. Und das, als nach Dorothee Klenke auch deren Tochter Marleen nicht mehr die Zeit zum Einsatz hatte am Mittwochvormittag. Zunächst zum Eltern-Kind-Turnen, dann zum Angebot des SCH für den Kindergarten zum Turnen unter dem Titel „Bewegter Kindergarten“, was prompt Katja Vernekohl übernahm. Auch deshalb, weil Tochter Sophia (10) und Sohn Laurenz (8) zu dieser Zeit in der Schule sind und sie somit sich Zeit erlauben kann.

Eine Art Glücksfall für den SC Herringhausen und den Kindergarten also, dass sie vor zwölf Jahren aus dem sauerländischen Menden ins beschauliche Herringhausen gelangte und schnell den Unterschied herausfand: „Im Sauerland gibt es höhere Berge.“ Warum von dort hierher? Weil ihr Ehemann Hans-Christian als Golftrainer einen Job im Golfclub Arenshorst annahm.

Bewährtes Strickmuster

Doch im gleichen Maße, wie sie zuletzt vor dem Tag X im SCH „sehr wenig“ für sich selbst im Sport getan hatte, bringt sie sich jetzt in den drei Stunden pro Woche mit Kindern und für Kinder im Verein ein. Einmal mehr das bewährte Strickmuster, wonach Eltern durch Kinder zum Sport und dann als Fahrer sowie Begleiter der Kinder zum Dabeisein kommen. Bis zum Einsatz, sprich Ehrenamt ist es dann zum Glück oft nicht mehr weit...


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