Protest gegen Gabriel-Pläne Windenergie im Wittlager Raum weiter ausbauen

Von Rainer Westendorf

Am Haus Blumemkamp in Hunteburg. Von links: Steffen Bach, Wilfried Winkelmann, Jürgen Blumenkamp, Johannes Bartelt und Martin Atcherley. Foto: Rainer WestendorfAm Haus Blumemkamp in Hunteburg. Von links: Steffen Bach, Wilfried Winkelmann, Jürgen Blumenkamp, Johannes Bartelt und Martin Atcherley. Foto: Rainer Westendorf

Hunteburg. „Die Energiewende wird vor die Wand gefahren“, befürchtet Wilfried Winkelmann vom Bundesverband Windenergie (BWE) aus Stemwede. Deshalb wehrt sich der Verband gegen die Pläne von Minister Sigmar Gabriel, das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu verändern.

Die Grünen unterstützen diesen Protest. Am Mittwochmittag fand eine „Warnminute“ für Windenergie im Norden statt. Vertreter der Grünen trafen sich bei Jürgen Blumenkamp am Streithorstweg in Hunteburg und machten ihre Ablehnung der Ministerpläne deutlich.

Warum dieser Treffpunkt? Jürgen Blumenkamp ist dabei, ein absolut energieautarkes Haus herzurichten. Nach der Analyse des BWE zielt die neue EEG-Novelle nicht nur auf eine Bestandsgarantie für Kohlekraft, sondern stellt das bisherige System komplett infrage. Das neue EEG sieht unter anderem vor, die Ausbauziele für die Windkraft zu begrenzen. Das Ursprungsziel „100 Prozent regenerativ“, das auch der Landkreis Osnabrück festgeschrieben habe, könne so nicht erreicht werden, merkte Johannes Bartelt, Kreisgeschäftsführer der Grünen, an.

Winkelmann und Bartelt erinnerten zudem daran, dass die Windkraftbranche ein Jobmotor sei, der in den vergangenen Jahren rund 500000 Arbeitsplätze geschaffen habe. Viele Stellen seien in Gefahr, wenn der Gesetzentwurf beschlossen werde.

Der Protest soll übrigens bis 8. April weitergehen. Am Tag darauf tagt das Bundeskabinett und entscheidet über die Gesetzesänderung.


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