Ökumenischer Gottesdienst Erinnerung an Lemförder Sternenkinder

Von Christa Bechtel

Meine Nachrichten

Um das Thema Bohmte Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

„Kraft aus meinen Wurzeln“, dieses Thema hat das Vorbereitungsteam mit Pastor Renzelberg (links) in diesem Jahr dem Gedenkgottesdienst gegeben. Foto: Christa Bechtel„Kraft aus meinen Wurzeln“, dieses Thema hat das Vorbereitungsteam mit Pastor Renzelberg (links) in diesem Jahr dem Gedenkgottesdienst gegeben. Foto: Christa Bechtel

Lemförde. Weltweit werden wieder am Sonntag, 8. Dezember, Gedenkgottesdienste für alle verstorbenen Kinder, aber auch ungeborenen Kinder, die liebevoll „Sternenkinder“ genannt werden, begangen. Zum sechsten Mal mit einem ökumenischen Gottesdienst ebenfalls in der katholischen Kirche „Zu den heiligen Engeln“ in Lemförde. Beginn ist um 17 Uhr.

In diesem Jahr hat das Vorbereitungsteam das Thema „Kraft aus meinen Wurzeln – was trägt und hält mich, was gibt mir Kraft zum Durchhalten, worin liegt der Funke Hoffnung, der mich nährt und wachsen lässt?“ ausgewählt.

Dem Team gehören Schwester Irmhild Espendiller, Trauerbegleiterin im „Ambulanten Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst Lemförde, Barbara Eigenbrodt, Waltraud Grundmann, Marion Heggemeier, Jutta und Werner Käding sowie Pastor Fritz-Wilhelm Renzelberg, der den Gottesdienst gestalten wird, an.

Kraft und Wurzel, zwei Substantive, die all das ausdrücken können, „das man auch als Überlebenskunst zusammenfassen kann“, erklärt Schwester Irmhild. Kraft, die aus den eigenen Wurzeln komme und ohne die ein Weiterleben nach dem Tod eines Kindes, einer Schwester, eines Bruders, eines Enkelkindes viel schwerer möglich wäre. Ein Baum mit seiner Wurzel sei für die Menschen aller Völker unserer Erde ein Symbol für das Leben. In diesem Gottesdienst soll versucht werden, „unseren Wurzeln nachzuspüren, zu spüren, wie tief sie sich eingegraben haben und welche Kraft sie geben, um durchs Leben zu kommen. Aber auch zu spüren, dass wir vielleicht größer und wuchtiger werden, als wir waren“, betont das Vorbereitungsteam.

„Diese besondere Feierstunde soll viel Ruhe ausstrahlen. Sie soll aber auch die Möglichkeit zur inneren Einkehr und zum Auftanken geben“, wünscht sich der evangelische Pastor Renzelberg. Musik und das Wort würden an diesem Abend im Zusammenspiel im Mittelpunkt stehen, so der Geistliche.

Um den ökumenischen Charakter herauszustellen, werde der Gottesdienst Jahr für Jahr abwechselnd von einem katholischen und einem evangelischen Pastor geleitet.

Eingeladen sind betroffene Eltern verstorbener Töchter und Söhne, trauernde Geschwister, Großeltern und Freunde der Verstorbenen sowie alle Menschen, die an dieser Gedenkfeier teilnehmen möchten.

In Erinnerung an die verstorbenen Kinder können die Gottesdienstbesucher dann um 19 Uhr zu Hause eine brennende Kerze ins Fenster stellen. Während die Kerzen in der einen Zeitzone erlöschen, werden sie in der nächsten entzündet, sodass eine Lichterwelle die ganze Welt umschließt.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN