Konzert am 7. Dezember Wagner und Verdi im Rittersaal Lemförde

Von Christa Bechtel

Unter Leitung von Stephan Flore probt das Orchester fleißig für das bald anstehende Winterkonzert. Foto: Christa BechtelUnter Leitung von Stephan Flore probt das Orchester fleißig für das bald anstehende Winterkonzert. Foto: Christa Bechtel

Lemförde.. Samstagmorgen im Saal des Landgasthauses Koch in Brockum: Die Orchestermitglieder des Musikvereins „Altes Amt Lemförde“ sind früh aufgestanden, denn die Proben für das traditionelle Winterkonzert laufen bereits auf Hochtouren. In diesem Jahr findet dieses Event am Samstag, 7. Dezember, um 20 Uhr im Rittersaal des Amtshofes in Lemförde statt.

„Wenn das Forte beziehungsweise Mezzoforte gewesen sein soll, waren wir jetzt in einem Fortissimo“, sagt der musikalische Leiter Stephan Flore, und schon wird Takt 55 der „Salsa Amigo“ noch einmal angestimmt. „Jetzt war es Fortissimo, bitte 63“, zeigt sich Flore schon etwas zufriedener, der nun die Coda, den abschließenden Teil eines Musikstücks, noch einmal hören möchte. Auch wenn diese Passage immer und immer wieder geprobt wird, fällt trotzdem auf, dass hier mit Lust und Laune musiziert wird. Beim anschließenden „Just A Gigolo“ folgen dann etwas ruhigere Rhythmen, und Flore ist fast zufrieden mit seinen Musikern. „Nur der Schluss war ein bisschen sparsam“, bemerkt er schmunzelnd.

Jugendliche Spieler

„Wir haben sehr viel Spaß daran mitzuspielen“, betonen die Jugendlichen Jan-Luca Wasmund, Bariton, Annalena Grube, Saxofon, sowie Luise Geldmeyer, Emma Vienerius und Leon Elbers, die Trompete spielen. Sie gehören bereits eine ganze Weile zum Ensemble. Dort fühlen sie sich sichtlich wohl. „Wir üben immer noch zusätzlich mit Herrn Flore, und dann sind die Stücke gar nicht mehr so schwer“, meint Jan-Luca.

Auch wenn das Orchester bereits 1891, damals als akademischer Lehrer-Musikverein, gegründet wurde, wirkt es keineswegs „verstaubt“. Die Stücke der Musiker bestechen nämlich durch Verve, Dynamik, Temperament und Begeisterung. Im Jubiläumsjahr von Wagner und Verdi dürfen natürlich Werke dieser unvergessenen Komponisten nicht fehlen. So wird auch der Auftakt des Konzerts am 7. Dezember das traumhafte „Verdiana“ sein.

„Wir haben eine sehr gemischte Besetzung, und die Streicher sind mehr geworden. Ein Großteil der Stücke nimmt Rücksicht auf die Besetzung, sodass wir quasi flexible Möglichkeiten haben, jedoch mit klanglicher Ausgewogenheit“, erklärt Stephan Flore. Wunderschöne Melodien werden zudem aus der Oper „Porgy and Bess“ erklingen. Sozusagen als „Rausschmeißer“, aber sicherlich mit Gänsehaut-Feeling, spielen die Musiker schließlich „Queen In Concert“.

Die Besucher dürfen sich jedenfalls auf einen abwechslungsreichen und interessanten Konzertabend freuen. Das Landgasthaus Koch wird in der Pause, die etwas länger andauern wird, das Catering übernehmen. Der Eintritt für das Konzert am 7. Dezember ist frei.


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