Verdienstmedaille für Martha Masbaum Stirpe-Oelingen: Die Ehrung kann nicht jeder vornehmen

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Stirpe-Oelingen. Schon deutlich bevor Landrat Michael Lübbersmann die Niedersächsische Medaille für vorbildliche Verdienste um den Nächsten an Martha Masbaum übergab, war sich eine der vielen Teilnehmerinnen ganz sicher: „Die hat das verdient. Sie lässt sich viel gefallen und organisiert auch Busfahrten.“ Und sie sprach garantiert für alle.

Wer sich am Donnerstag der Schützenhalle Stirpe-Oelingen näherte, dem war schnell klar: Dort musste etwas los sein. War es auch. Zum einen fand ein Treffen des Seniorenclubs statt, zum anderen war es eine ganz besondere Zusammenkunft. Schließlich wird die Niedersächsische Verdienstmedaille im gesamten Bundesland ungefähr zwei Dutzend Mal im Jahr vergeben, davon meist zweimal im Landkreis Osnabrück und jetzt einmal in Stirpe-Oelingen. Empfängerin der hohen Auszeichnung ist Martha Masbaum. In der Laudatio sagte Lübbersmann: „Diese Ehrung ist etwas Herausragendes. Sie wird ganz sicher nicht jedem zuteil.“

Der Landrat zeigte sich nach eigenen Worten „schwer beeindruckt“ vom Rahmen der Veranstaltung und der Frau, die er auszeichnen durfte – im Namen des Niedersächsischen Ministerpräsidenten. „Das ist ein fantastischer Anlass. Es ist gut, dass er in so großer Runde stattfindet“, meinte Lübbersmann. Für alle, die mit dem Seniorenclub Stirpe-Oelingen-Herringhausen nicht so vertraut sind, nannte der Landrat Fakten. Martha Maßbaum gründete (zusammen mit anderen, wie sie selbst einwarf) 1986 die Runde, die sich seitdem monatlich trifft. Der Zuspruch ist groß. Gemütliche Kaffeenachmittage sind dabei genauso angesagt wie Informationsveranstaltungen und Ausflüge. Regelmäßig sind Kindergruppen zu Gast. Lübbersmann: „Das ist hier der Alltag, und das ist genial. Hier wird generationsübergreifend gearbeitet. Das ist rund und schön.“ Er fügte hinzu, dass das Ehrenamt im ländlichen Raum äußerst stabil funktioniert und maßgeblichen Anteil an der Lebensqualität dort hat.

Der enge Terminplan des Landrats führte dazu, dass er die Runde mit einiger Verzögerung komplettierte. Der Bohmter Bürgermeister Klaus Goedejohann meinte bei der Begrüßung, dass die Teilnehmer der Einladung entnehmen konnten, dass etwas Besonderes ansteht. Es gelte eine Frau in den Mittelpunkt zu stellen, die sonst im Stillen wirkt. Schmunzelnd fügte er hinzu: „Derartige Ehrungen, die aus Hannover kommen, dürfen nur bestimmte Leute vornehmen.“ In diesem Fall war das der Osnabrücker Landrat. Er übergab Medaille und Urkunde – die Gäste zollten stehend Beifall.

Zwei Aufforderungen hatte Martha Maßbaum an dem Nachmittag an die Mitglieder des Seniorenclubs, der Familie von Rat und Verwaltung parat: „Lasst von Kuchen und Schnittchen nichts über“ und „Alle dürfen zu den monatlichen Treffen kommen. Es gibt keine Altersgrenze – weder nach oben noch nach unten.“Dank richtete die Trägerin der Verdienstmedaille an das Team, das die Seniorennachmittage organisiert, und an sechs Männer und Frauen, die von Anfang an zur Runde gehören. Das sind Willi Fietkau, Erika Liebig, Inge Hüsemann, Ilse Niehaus, Ilse Kerbs und Frieda Krumrey.

Als stellvertretende Ortsbürgermeisterin von Heringhausen-Stirpe-Oelingen gratulierte Renate Beckmann. Sie erinnerte daran, dass Martha Masbaum mit ganz viel Freunde am Ehrenamt seit rund 30 Jahren tätig ist. Typisch für sie sei, dass sie bei der Vorbesprechung der Feier, als sie gefragt wurde, welche Musik sie sich wünsche, fragte: „Welche Musik. Ich habe schon alles organisiert.“ Und so war Heinz Rothert mit dem Akkordeon zu Gast.


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