Betrieblicher Brandschutz BASF in Lemförde nun mit „Anerkannter Werkfeuerwehr“

PM

BASF-Geschäftsführerin Christiane Sajdak (Bildmitte) nimmt von Tobias E. Höfs, Brandschutzdezernent Polizei Oldenburg (4.v.l.), die Urkunde für die „Anerkannte Werkfeuerwehr“ entgegen. 3.v.l.: Martin Niermann aus Bohmte, Leiter der BASF-Werkfeuerwehr. Foto: BASFBASF-Geschäftsführerin Christiane Sajdak (Bildmitte) nimmt von Tobias E. Höfs, Brandschutzdezernent Polizei Oldenburg (4.v.l.), die Urkunde für die „Anerkannte Werkfeuerwehr“ entgegen. 3.v.l.: Martin Niermann aus Bohmte, Leiter der BASF-Werkfeuerwehr. Foto: BASF

Lemförde. Neue Bezeichnung mit großer Bedeutung: Die Betriebsfeuerwehr der BASF Polyurethanes GmbH in Lemförde erhielt jetzt den offiziellen Status „Anerkannte Werkfeuerwehr“. Die Anerkennungsurkunde des betrieblichen Brandschutzes als Werkfeuerwehr wurde vom Amt für Brand- und Katastrophenschutz der Polizeidirektion Oldenburg jetzt an die BASF übergeben.

„Wir freuen uns sehr über dieses Prädikat, so kann unsere Feuerwehr-Mannschaft ihre Aufgaben der vorbeugenden Gefahrenabwehr und Schadensbekämpfung noch besser wahrnehmen“, sagt Geschäftsführerin Christiane Sajdak. „Damit heben wir nachhaltig das Sicherheitsniveau am Standort und unsere Einsatzkräfte können im dringenden Bedarfsfall auch Nachbarschaftshilfe bei Einsätzen in der Samtgemeinde leisten.“ Mit der formellen Anerkennung ist die BASF-Feuerwehr in Lemförde auch die erste anerkannte Werkfeuerwehr im Landkreis Diepholz.

Gesetzliche Vorgaben

Für die Anerkennung als Werkfeuerwehr musste BASF gesetzliche Vorgaben erfüllen. Dazu gehörten strukturelle und personelle Modifikationen sowie Anpassungen bei der Ausrüstung. Durch das Amt für Brand- und Katastrophenschutz wird es regelmäßig Kontrollen geben. „Wir überprüfen gemäß der schutzzielorientierten Betrachtung dabei, ob Aufbau, Ausrüstung und Ausbildungsstand der Einsatzkräfte den Anforderungen an Brandschutz und Hilfeleistung entsprechen“, erläuterte anlässlich der Urkunden-Übergabe Tobias E. Höfs, Brandschutzdezernent im Amt für Brand- und Katastrophenschutz bei der Polizeidirektion Oldenburg. „Anhand der örtlichen Gegebenheiten und betriebsspezifischen Gefährdungen auf dem Firmengelände wurden die Anforderungen an den Brandschutz und die Hilfeleistung festgelegt.“

Einige Facetten des erweiterten Aufgabenspektrums der anerkannten Werkfeuerwehr erläutert Martin Niermann, Leiter der Werkfeuerwehr und direkt der Werkleitung unterstellt. „Durch die Vorhaltung der Mindestausrückstärke, sei es bei Verladearbeiten von Gefahrgut oder Feueralarmen durch die Brandmeldeanlagen, können wir wochentags selbstständig eingreifen. Nachts und am Wochenende werden die Brandmeldeanlagen zur öffentlichen Feuerwehr durchgeschaltet und wir stellen ortskundige Kräfte zur qualifizierten Einweisung zur Verfügung.“ 

Akademie für Brand- und Katastrophenschutz

Vorgabe sei es, dass die Werkfeuerwehr längstens sechs Minuten nach einer Alarmierung Einsatzstellen erreicht haben muss. „Außerdem“, so Niermann, „sind wir jetzt offiziell Teil der Kreisfeuerwehr Diepholz und Mitglied im Werkfeuerwehrband. Durch die Anerkennung haben wir unter anderem Zugriff auf die Lehrgangsangebote an der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz.“

Großeinsätze sind von der neuen Konstellation unberührt. Die BASF-Werkfeuerwehr, die speziell für den Umgang mit Gefahrensituationen im Werk ausgebildet ist, nimmt gemeinsam mit der öffentlichen Feuerwehr unmittelbar die Schadensbekämpfung auf und koordiniert die Rettungskräfte. Generell sind die Alarm- und Gefahrenabwehrpläne am BASF-Standort Lemförde gemäß der Störfallverordnung mit den zuständigen Behörden abgestimmt. In Zusammenarbeit mit Notfall- und Rettungsdiensten wurden auf dem BASF-Gelände des Betriebsbereichs verpflichtende und geeignete Maßnahmen zur Bekämpfung und größtmöglichen Begrenzung der Auswirkungen von Störfällen getroffen.


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