Erlös hilft Aktion Brot für die Welt Der Bohmter Pastor Hartmut Weinbrenner wettet mal wieder

Beim Gemeindefest St. Thomas in Bohmte wurde 2013 der Pastor mit Kleingeld aufgewogen. Im Bild: Friedhelm Otte-Witte justiert die Waage, daneben Klaus Poniewaz, Pastor Hartmut Weinbrenner, Heinrich Jürgens auf der Haar und Nicky Schlukat (von links). Archivfoto: Imma SchmidtBeim Gemeindefest St. Thomas in Bohmte wurde 2013 der Pastor mit Kleingeld aufgewogen. Im Bild: Friedhelm Otte-Witte justiert die Waage, daneben Klaus Poniewaz, Pastor Hartmut Weinbrenner, Heinrich Jürgens auf der Haar und Nicky Schlukat (von links). Archivfoto: Imma Schmidt
Imma Schmidt

Bohmte. Wie gelingt es, möglichst viel Geld für einen guten Zweck zusammenzubekommen? Hartmut Weinbrenner, Pastor von St. Thomas in Bohmte, stand bereits 2013 im Mittelpunkt einer Wette. Damals ging es darum, den Geistlichen in Kleingeld, gespendet von den Gemeindemitgliedern, aufzuwiegen. Jetzt ist die Ausgangsposition anders. Geld wird aber wieder benötigt.

Im Rahmen der Bohmter Reformationswoche möchte die St.-Thomas-Gemeinde Spenden für Brot für die Welt sammeln. Das Projekt „Bildung, eine Chance für die Müllkinder“ soll unterstützt werden. Und Pastor Weinbrenner hat sich gemeinsam mit dem Kirchenvorstand das Ziel gesetzt, an den Tagen der Reformationswoche dafür mindestens 3000 Euro an Spenden zusammenzubekommen. Bei der ersten Wette war es darum gegangen, Geld für die Erneuerung der Fenster des Gemeindezentrums zu sammeln. Wetteinsatz: Der Kirchenvorstand musste den Wetterhahn von St. Thomas wienern.

Brotbackaktion als Wetteinsatz

Beim Kirchenkreisempfang erläuterte Klaus Poniewaz vom Kirchenvorstand die Wette. Der Pastor vertritt die Position, dass der Betrag nicht zustande kommen wird. Gelingt es doch, wird Hartmut Weinbrenner auf dem Nikolausmarkt am 7./8. Dezember 2019 am Bohmter Bahnhof 30 Brote backen, die dort "verspendet" werden. Der Erlös für die Brotbackaktion würde im selbstverständlich ebenfalls „Brot für die Welt“ zugute kommen. So könnten Projekte gefördert werden, die "uns alle angehen".

Kindern in Mosambik helfen

Sandra Korndorf erläuterte, wo die anvisierten 3000 Euro helfen sollen. Kinder aus Mosambik, die rund um eine Müllhalde in der Hauptstadt Maputo leben, sollen eine Chance auf Bildung bekommen, um dem Teufelskreis der Armut zu entkommen. Damit die Kinder auch weiter zur Schule gehen können und nicht im Müll wühlen müssen, wird regelmäßig Geld benötigt. Die Beträge für jeden Einzelnen sind dabei überschaubar. Korndorf: "Ein Startpaket für 20 Schüler kostet 60 Euro." Hilfe von Brot für die Welt macht Entwicklung möglich. Aktuell zählt Mosambik zu den ärmsten Ländern der Erde. Mosambik liegt am Indischen Ozean, grenzt an Tansania, Malawi, Sambia, Simbabwe, Südafrika und Swasiland. 

In Richtung der Teilnehmer des Kirchenkreisempfangs in St. Thomas meinte Poniewaz: "Sie können sich vorstellen, was jetzt ihre Aufgabe ist..." Die Sammeldosen wurden durch die Bänke gereicht und bereitwillig gefüttert.

Die Sammeldose für Brot für die Welt wurde am Mittwochabend beim Empfang des Kirchenkreistags Bramsche gefüttert. Foto: Karin Kemper


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN