25 Jahren im Posaunenchor Hunteburgerin findet Choräle besonders schön

Von Christa Bechtel

Ilona Koch gehört seit 25 Jahren mit viel Herzblut zum Posaunenchor Hunteburg. Am 27. Oktober wird sie dafür während eines Bläsergottesdienstes geehrt. Foto: Christa BechtelIlona Koch gehört seit 25 Jahren mit viel Herzblut zum Posaunenchor Hunteburg. Am 27. Oktober wird sie dafür während eines Bläsergottesdienstes geehrt. Foto: Christa Bechtel

Hunteburg. Ihrer Tochter Iris hat Ilona Koch es zu verdanken, dass sie Mitglied des Posaunenchors Hunteburg wurde. Mittlerweile gehört sie 25 Jahre zum Ensemble. Deshalb wird sie am Sonntag, 27. Oktober (9.30 Uhr) während eines besonderen Bläsergottesdienstes in der Kirche St. Matthäus von Landesposaunenwart Christian Fuchs für diesen ehrenamtlichen Einsatz geehrt.

Außerdem ist sie mit 72 Jahren das älteste Mitglied im Chor, den Fuchs an diesem Tag leiten wird.

"In der Schule meiner Tochter haben sie damals Werbung für den Posaunenchor gemacht. Iris sagte: ‚Mama, so eine Trompete könnte ich doch auch spielen. Aber ich möchte da nicht alleine hingehen.‘ Da habe ich gesagt: ‚Das ist doch kein Thema; da gehe ich mit‘“, blickt Ilona Koch auf ihre Anfänge im Posaunenchor. Dort durchlief sie anfangs die übliche dreijährige Grundausbildung. Denn: „Ich konnte keine Noten lesen, kein Instrument spielen, außer Blockflöte. Angefangen bin ich aber mit dem Tenorhorn. Mitte Fünfzig stieg ich auf die Posaune um.“

Tolle Gemeinschaft

„Es gibt Leute, die können das auf Anhieb. Ich finde Musik grundsätzlich schön“, geht die gebürtige Schwagstorferin darauf ein, dass sie oft mehrmals die Woche übt. Besonders schön findet die gelernte Einzelhandelskauffrau Choräle, aber auch etliche Lieder. Was ihr besonders im Posaunenchor gefällt: „Diese tolle Gemeinschaft.“ Als die Mutter von zwei erwachsenen Kindern und stolze Oma von drei Enkelkindern gesundheitliche Probleme hatte und eine Zeit lang ausfiel, schickten ihr die Posaunisten eine Karte mit niedlichen Pandabären auf der stand: „Es gibt Freunde, es gibt dicke Freunde - und dann gibt es uns!“

Dienstags Proben

Jeden Dienstag treffen sich die Mitglieder des Posaunenchors von 19 bis 21 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Hunteburg zum Proben. Ist es schwierig immer aufeinander zu hören? „Für mich manchmal schon“, antwortet die 72-Jährige lachend, die weiter betont: „Mit Martin Kröger als Leiter unseres Chores komme ich sehr gut zurecht. Er ist ein topp Dirigent und ich schätze, für andere auch.“ Was bedeutet es Ilona Koch, zum Posaunenchor dazu zu gehören? „Man kann die Seele baumeln lassen – man ist einfach raus. Und es ist eine Abwechslung zum Alltag. Als ich krank war, war es wichtig für mich, dienstags wieder dabei zu sein“, sagt sie.

Neben den Proben jeden Dienstagabend findet für die Posaunisten einmal im Jahr ein Probenwochenende statt, wo aber auch Raum für Freizeit bleibt. Viele Jahre im ökumenischen Tagungshaus Kloster Frenswegen in Nordhorn, aber auch in Lingen oder Papenburg. Geleitet wird die Bläserfreizeit beispielsweise von Kirchenkreiskantor Andreas Opp aus Melle oder Landesposaunenwart Christian Fuchs. 

Das Kreisposaunenfest

Um das „Wir-Gefühl“ zu intensivieren finden des Weiteren zum Beispiel Fahrradtouren statt, wo dann die Angehörigen ebenfalls dabei sind. Besonders haften geblieben ist bei Ilona Koch das Kreisposaunenfest 2015. „Das ist total gut abgelaufen und war sehr harmonisch. Der ganze Chor hat sich da eingebracht, aber auch die Angehörigen. Denn es musste ja alles organisiert werden. Alleine schon wie und wo machen wir das? Was muss man dafür für Genehmigungen haben? Oder die Bestuhlung, das Catering… da hing unwahrscheinlich viel dran“, listet sie auf.

Mitglieder willkommen

Für den Posaunenchor Hunteburg wünscht sie sich: „Dass er weiter bestehen bleibt. Aber es sind inzwischen einige Kinder dabei. Deshalb denke ich, dass es weiter gehen wird. Und dass Martin Kröger noch lange unser Dirigent bleibt, weil es einfach Spaß macht, mit ihm Musik zu machen.“ Da der Hunteburger Posaunenchor immer Mitglieder sucht, können Interessierte einfach mal am Dienstagabend beim Proben im evangelischen Gemeindehaus hineinschnuppern. „Man kann nicht nur als Kind, sondern auch als Erwachsener beginnen. Ich bin auch erst Mitte Vierzig eingestiegen“, sagt Ilona Koch lächelnd. Die Instrumente werden übrigens meistens gestellt.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN