19. Benefizkonzert Musikalisches Vergnügen für die Hospizarbeit Lemförde

Von Heidrun Mühlke

Der Popchor Wagenfeld hatte zeitgenössische Musik mitgebracht. Foto: Heidrun MühlkeDer Popchor Wagenfeld hatte zeitgenössische Musik mitgebracht. Foto: Heidrun Mühlke

Lemförde. Das Hospiz-Benefiz-Konzert in der katholischen Kirche „Zu den Heiligen Engeln“ im Herzen Lemfördes ist seit vielen Jahren lieb gewonnene musikalische Veranstaltung, die den Zuhörern ein breit gefächertes Repertoire verschiedener Musiker bietet.

Auch in diesem Jahr, in der inzwischen 19. Auflage, konnte sich das Programm am Sonntagnachmittag sehen lassen. Mit von der Partie waren der Männergesangsverein Diepholz von 1899 und der KlaviChor, beide unter der Leitung von Monika Zilke, der Popchor Wagenfeld, den Leta Henderson dirigierte, Ulrike und Matthias Stephani (Violine), Gertraud Büttner, Arian und Claire Wegener sowie Ayham und Aica Christen als Solisten.

Die Zuhörer erwartete eine musikalische Reise durch mehrere Jahrhunderte, den Auftakt machten russische Lieder mit Ulrike und Matthias Stefanie (Violine) und Monika Zilke am Piano. Nach dieser wohlklingenden musischen Umarmung begrüßte Koordinatorin des ambulanten Hospiz-und Palliativ-Beratungsdienstes Lemförde, Nicole Otte das Auditorium in der nahezu vollbesetzten Kirche.

Emotionale Unterstützung

Sie machte noch einmal ehrenamtliche Arbeit der Hospizbegleiterinnen und -begleiter deutlich. „Sie leisten umfassende emotionale Unterstützung des sterbenden Menschen und seiner An- und Zugehörigen. Sie stehen beim Erleben und Verarbeiten der Gefühle, die in Zusammenhang mit einer schweren Erkrankung und dem bevorstehenden Tod auftauchen, zur Seite.“

In Lemförde seien die Ehrenamtlichen für die schwerkranken und sterbenden Menschen, ihre An- und Zugehörigen da. Begleitungen würden nicht nur im häuslichen Umfeld, sondern auch in Pflegeheimen und in Krankenhäusern durchgeführt.

Ganz große Stimme: Gudrun Kröger (2.von links) mit Monika Zillke, Ulrike und Matthias Stephani (von links). Foto: Heidrun Mühlke

„All unsere Angebote, sowohl in der Sterbebegleitung als auch in der Trauerverarbeitung sind kostenlos. Damit diese Angebote aufrecht erhalten bleiben können, bedarf es der finanziellen Unterstützung. Und eine dieser stützenden Säulen ist dieses Benfiz Konzert, welches heute bereits zum 19. Mal statt finden kann“, machte Otte deutlich. Klemes Große Klönne hatte einst die Idee. Seit einigen Jahren wird das Benefiz-Konzert nun von Monika Zilke weitergeführt.

Der Popchor Wagenfeld hatte zeitgenössische Lieder mitgebracht und sorgte für unbeschwert hinreißenden Musikgenuss. Gertraud Büttner indes brillierte mit zartem Harfenspiel und entführte nach England und Argentinien mit feinen Klängen. Mit klassischer zauberhafter Singstimme begeisterte Gudrun Kröger mit dem frischen Klavichor als auch mit den Instrumentalisten. Mucksmäuschenstill war es im Gotteshaus geworden und den Zuhörern kroch wohl manch wohliger Schauer über den Rücken.

Klangvielfalt hatten die Organisatoren alle Mal zusammengetragen, sei es mit kindlichen und jugendlichen Interpreten wie Arian und Claire Wegener, mit Ayham Fayad und Alica Christen oder einem stimmgewaltigen Männerchor.

Liebgewonnene Tradition sind auch gemeinsame Lieder mit dem Publikum. „Bunt sind schon die Wälder“ oder der Kanon „Abendstille“ sorgten für Abwechslung und bevor alle gemeinsam „Der Mond ist aufgegangen anstimmten“, wünschte Nicole Otte allen Konzertbesuchern 


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