Zweite Bürgerfahrt nach Gützkow Bohmter besuchen ihre Partnerstadt und sind beeindruckt

Gruppenbild in Gützkow – neben Tanja Strotmann steht die Gützkower Bürgermeisterin Jutta Dinse. Foto: Andre KönigGruppenbild in Gützkow – neben Tanja Strotmann steht die Gützkower Bürgermeisterin Jutta Dinse. Foto: Andre König

Bohmte/Gützkow. Zum zweiten Mal führte die Gemeinde Bohmte eine Bürgerfahrt in die Partnerstadt Gützkow durch. 2016 war das 25-jährigen Bestehen der Partnerschaft zwischen der Stadt Gützkow in Mecklenburg-Vorpommern und der Gemeinde Bohmte der Anlass, bei der Wiederholung das 30. Jahr nach dem Mauerfall 1989.

Die Gemeinde Bohmte unterstützt die Bürgerfahrt mit 50 Euro je Fahrtteilnehmer. Um diesen Betrag reduziert sich der zu zahlende Fahrpreis. Die Reisegruppe startete um 7 Uhr am ZOB in Bohmte. Nach dem Einchecken im Hotel in Greifswald stand am Nachmittag eine Stadtführung auf dem Programm, die unter schlechtem Wetter litt. Dennoch konnte jeder viele Eindrücke über die Stadt Greifswald gewinnen und diese beim gemeinsamen Abendessen austauschen. 

Beeindruckt

Am Mittwoch stand eine Rundfahrt über die Insel Usedom an. Dieses Mal spielte das Wetter mit, schien sogar die Sonne. Ziele waren die Kaiserbäder Heringsdorf und Ahlbeck, Swinemünde auf der polnischen Seite und Peenemünde. Erkennbar war, welche enormen Fortschritte die Infrastruktur und das städtebauliche Erscheinungsbild an ganz vielen Stellen gemacht haben. Viele Bohmter zeigten sich davon beeindruckt.

Viele Erinnerungen an 1989

Am 3. Oktober nahm die Gruppe aus Bohmte am 27. Gützkower Frühstück auf dem Hasenberg teil. Die Bürgermeisterin der Stadt Gützkow, Jutta Dinse, wies im Verlauf der Veranstaltung auf viele positive Veränderungen in Gützkow und in den umliegenden Ortschaften hin. Bürgermeister Klaus Goedejohann, der für die Gemeinde Bohmte ein Grußwort hielt, verwies darauf, dass in diesen Tagen die Ereignisse in der Prager Botschaft 1989 immer wieder in Erinnerung gerufen werden. Der damalige Außenminister Hans-Dietrich Genscher in Begleitung des gebürtigen Bohmters und damaligen Kanzleramtschefs Rudolf Seiters teilte den über 4.000 Botschaftsflüchtlingen mit, dass ihre Ausreise möglich wird. Noch am selben Abend fuhren die ersten Flüchtlinge mit Zügen über das Gebiet der damaligen DDR in die Bundesrepublik. „Bis heute sei die Deutsche Einheit im Herzen Europas ein Geschenk“, so Goedejohann

Im Rahmen des Gützkower Frühstücks hatte abschließend dann auch die Erste Gemeinderätin Tanja Strotmann die Möglichkeit, sich als künftige Bürgermeisterin vorzustellen. Dabei brachte sie ihren Wunsch nach weiteren Begegnungen zum Ausdruck.


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