Neues Angebot in Lemförde Helfen und unterstützen, wenn Eltern überlastet sind

Von pm

Begrüßten den neuen wellcome-Standort in Lemförde: (v.l.) Melanie Petring (wellcome-Koordinatorin), Dr. med. Holthaus (Chefarzt Gynäkologie und Geburtshilfe Krankenhaus St. Elisabeth in Damme), Bernd Richter(Geschäftsführender Gesellschafter Rila Feinkost Importe und amtierender Präsident des Rotary Clubs Stemwede-Dümmer), wellcome Gründerin Rose Volz-Schmidt, Dr. Carola Reimann (niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung) Lothar Pannen (Geschäftsführender Vorstand Lebensperspektiven e. V.), Cord Bockhop (Landrat des Landkreises Diepholz) und Melanie Petring (wellcome- Koordinatorin). Foto: Lebensperspektiven e.V.
.Begrüßten den neuen wellcome-Standort in Lemförde: (v.l.) Melanie Petring (wellcome-Koordinatorin), Dr. med. Holthaus (Chefarzt Gynäkologie und Geburtshilfe Krankenhaus St. Elisabeth in Damme), Bernd Richter(Geschäftsführender Gesellschafter Rila Feinkost Importe und amtierender Präsident des Rotary Clubs Stemwede-Dümmer), wellcome Gründerin Rose Volz-Schmidt, Dr. Carola Reimann (niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung) Lothar Pannen (Geschäftsführender Vorstand Lebensperspektiven e. V.), Cord Bockhop (Landrat des Landkreises Diepholz) und Melanie Petring (wellcome- Koordinatorin). Foto: Lebensperspektiven e.V. .
Lebensperspektiven e.V.

Lemförde/Bohmte. In Lemförde eröffnete am 25. September ein neuer wellcome-Standort. Zu den Feierlichkeiten in den Räumlichkeiten des FLiO (Familienleben im Ort) an der Hauptstraße 85 hatten Lothar Pannen (Geschäftsführender Vorstand Lebensperspektiven e. V.), Michael Nießing (wellcome-Leitung) und die wellcome-Koordinatorin Melanie Petring eingeladen.

Wer steckt hinter wellcome? Schon am 5. September wurde in Rahden ein weiterer wellcome-Standort eröffnet. Träger von wellcome in Rahden und nun auch Lemförde ist der gemeinnützige Verein Lebensperspektiven aus Stemwede-Haldem, der auch die in der Region bekannten FLiOs (Familienleben im Ort) betreibt.  

Was ist wellcome? 2002 gründete die Sozialpädagogin Rose Volz-Schmidt in Hamburg das Unternehmen wellcome, das mittlerweile mehr als 230 Standorte in Deutschland, der Schweiz und Österreich hat. Ziel ist es, Eltern nach der Geburt ihres Kindes zur Seite zu stehen und dort zu entlasten, wo es möglich ist. Denn in dieser Phase verändert sich extrem viel - für viele ganz unerwartet und stärker als gedacht: „Andere nennen das Chaos, wir nennen das Familie“, berichtete Rose Volz-Schmidt schmunzelnd.

Hilfe für Eltern

Das wellcome-Team selbst sieht sich „als moderne Nachbarschaftshilfe für Eltern, die unbürokratische Unterstützung im ersten Lebensjahr des Babys bietet und den Alltag der Eltern entlasten möchte“. In ihrer Rede verdeutlichte Rose Volz-Schmidt sehr anschaulich, wie ihr damals die Idee für das Angebot gekommen war: „Der Grund waren meine beiden Kinder, Lea und Johannes. Die beiden sind Zwillinge und haben uns vor eine unerwartete Herausforderung gestellt, wir sind damit kaum zurechtgekommen.“ 

Die neue Anlaufstelle in Lemförde. Foto: Lebensperspektiven e.V.

Zum Start des Standortes in Lemförde war auch die Schirmherrin für das Land Niedersachsen, Dr. Carola Reimann (niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung) anwesend. Sie wünschte viel Erfolg: „Das braucht unsere Gesellschaft. Der Bezug, den Kinder in dem Alter zu ihren Eltern haben, ist wichtig und beeinflussend für das spätere Leben. Wenn Eltern überlastet sind, kann das schlechte Auswirkungen auf die Zukunft des Kindes haben. Das Schöne ist, wie familiär die ehrenamtlichen Helfer ihre Aufgabe bewältigen. Dadurch sind nicht nur die Eltern entlastet, sondern die Kinder oft ebenfalls glücklich und finden darüber hinaus Bezugspersonen, die eine große Rolle in der Entwicklung des Kindes spielen können.“ Das Erfolgsrezept von wellcome sieht sie darin, dass „Sie authentisch sind.“

Geburt als Basis

Auch der anschließende Redner Dr. med. Holthaus, Chefarzt Gynäkologie und Geburtshilfe Krankenhaus St. Elisabeth in Damme, begrüßte das neue Angebot ausdrücklich: „Die Geburt ist die Basis unseres Lebens. Ich lebe seit 20 Jahren hier und finde wellcome sehr gut uns sinnvoll.“ Denn Großfamilien, die Hilfe nach der Geburt anbieten könnten, würde es immer weniger geben. Auch herrsche ein großer Mangel an Hebammen.

Abschließend berichtete Bernd Richter, Geschäftsführender Gesellschafter Rila Feinkost Importe und amtierender Präsident des Rotary Clubs Stemwede-Dümmer, anschaulich über seine Erfahrungen als Vater von zwei Kindern: „Ich kenne die Schwierigkeiten und weiß, wie wichtig es ist, junge Familien nach der Geburt zu unterstützen.“ 


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