Regionale Spezialitäten und wollige Aktionen Woll- und Genussfest am Dümmer-Museum Lembruch beeindruckt

Von Heidrun Mühlke

Für die jüngeren Besucher waren die Schafe beliebter Anziehungspunkt. Foto: Heidrun MühlkeFür die jüngeren Besucher waren die Schafe beliebter Anziehungspunkt. Foto: Heidrun Mühlke

Lembruch . Veranstaltungen, die großes Interesse finden, werden gerne wiederholt. So auch das Woll- und Genussfest am Dümmer-Museum in Lembruch. Bereits in der achten Auflage zählt das Fest um heimisches Kunsthandwerk und regionale Lebensmittel inzwischen zu einer beliebten Tradition für viele Besucher aus Nah und Fern.

Die Lust am Handarbeiten ist es, die Bärbel Kröner aus Weyhe zum Aktionstag ins Dümmer-Museum gelockt hatte. Neugierig schaute sie der Webermeisterin Carola Schmidt über die Schulter, die das Weben bis zurück in die Eisenzeit vorstellte. Faden für Faden entstehen an ihrem Webstuhl kleine individuelle Kunstwerke, wie Schals oder Decken mit fantastischen Mustern. 

Carola Schmidt war nur eine von vielen Ausstellern, die das Woll-und Genussfest einmal mehr zu einem besonderen Erlebnis für die ganze Familie werden ließen. Während im Dümmer-Museum selbst Kunsthandwerker ihre Werke wie Stricksachen, Näharbeiten Glaskunst oder handgefertigte Karten vorstellten, durften sich die Besucher im Außenbereich selbst im Nadelfilzen versuchen.

So mancher Besucher versuchte sich gern im Nadelfilzen. Foto: Heidrun Mühlke

Verfilzen als Ziel

Immer wieder sauste die spitze, mit Widerhaken versehene Nadel in die Schafwolle. Beim Stechen verhaken sich die einzelnen Fasern mit der Zeit ergibt sich ein festes verfilztes Gewebe. Hilfestellung gab Inka Seel und zeigte den meist jüngeren Besuchern, wie sich kleine Filzbälle herstellen lassen.

Die Holzarbeiten von Heinz-Dieter Vogt (Zweiter von links) waren ein echte Hingucker. Foto: Heidrun Mühlke

Gleich nebenan warteten bereits die lebenden Wolllieferanten auf Streicheleinheiten und bekundeten ihr Wohlgefallen mit einem zufriedenen „Mäh“. Hier hatte auch Heinz-Dieter Vogt seinen Stand mit originellen Holzarbeiten aufgebaut, die guten Absatz fanden.

Fachsimpeln gehört dazu

Auf dem Gelände wurde gefachsimpelt, Handarbeitstechniken erklärt, Material verkauft und vieles mehr. „ Seit 2005 laden wir alle zwei Jahre zu dieser Veranstaltung in und ums Dümmer-Museum ein“, erklärte Sabine Hacke, Leiterin der Einrichtung. Begonnen habe man derzeit mit einem Wollfest, daraus habe sich zunehmend das heutige Woll- und Genussfest entwickelt.

Dass niemand hungrig oder durstig wieder nach Hause gehen musste, ist klar. Denn neben Wollfest hieß es ja auch Genussfest. Fischbrötchen aus der Region, Molkereiprodukte aus der hiesigen Käserei und Heidschnuckenbratwurst vom Schäferhof sorgten für besondere heimische kulinarische Genüsse.


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