Maschinelle Straßenreinigung endet Bürger in Herringhausen und Stirpe wollen wieder selbst fegen

Die Anlieger einiger Straßen in Herringhausen und Stirpe-Oelingen wollen das Kehren wieder selbst übernehmen. Archivfoto: Gert WestdörpDie Anlieger einiger Straßen in Herringhausen und Stirpe-Oelingen wollen das Kehren wieder selbst übernehmen. Archivfoto: Gert Westdörp

Herringhausen. "Niemand sollte geärgert werden", das betonte Ortsbürgermeister Arnd Sehlmeyer in der Sitzung des Ortsrates Herringhausen-Stirpe-Oelingen im Herringhauser Feuerwehrhaus. Worum ging es dabei? Stein des Anstoßes war die maschinelle Straßenreinigung, die 2019 auf einige Straßen der Ortschaft ausgeweitet worden war.

Der Ortsrat hatte über die Möglichkeit der Straßenreinigung beraten und mehrfach Anlieger aufgefordert, sich zu äußern. Als die Beitragsbescheide eintrafen, regte sich der Widerstand. Sehlmeyer: "Die anlieger einer Straße waren alle dagegen." Deshalb solle jetzt die Entscheidung überprüft werden. Der Ortsbürgermeister: "Dafür sind wir hier." Es sei klar, wenn bei den Anliegern einer Straße Einigkeit herrsche, werde die Straße aus dem Kehrplan herausgenommen. Genauso klar müsse aber auch sein, dass die maschinelle Straßenreinigung nicht auf Zuruf einzelner wieder aufgenommen werde. 

Feuerwehrhaus betroffen

Zusätzliche Bereiche seien in Bohmte sowie in Herringhausen-Stirpe-Oelingen in den Kehrbereich aufgenommen worden, so Bauamtsleiter Alf Dunkhorst. Rückmeldungen aus Bohmte, dass auf die Reinigung verzichtet werden soll, seien nicht erfolgt. In Herringhausen ist auch die Gemeinde betroffen. Das Feuerwehrhaus liegt am Tannenkamp, so zukünftig nicht mehr maschinell gekehrt werden wird. Dunkhorst: "Da schließt sich die Feuerwehr an." Ebenfalls nicht mehr gekehrt werden soll in Stirpe an der Schillerstraße und am Goetheweg und in der Verlängerung der Langen Straße.

Satzungsänderung

Die endgültige Entscheidung trifft dann der Bohmter Gemeinderat voraussichtlich in der Dezembersitzung. Dann müssen zudem neue Verordnungen und Satzungen beschlossen werden, damit die Neuregelung pünktlich zum 1. Januar 2020 in Kraft treten kann. Dieter Klenke meinte: "Es wäre schöner gewesen, wenn die Rückmeldungen vor dem ersten Beschluss des Ortsrats erfolgt wären."

Die Ortsratsmitglieder sprachen sich dafür aus, auf das Kehren in den beantragten Bereichen zu verzichten. Sehlmeyer: "Der Beschluss ist einstimmig." Mit einem Blick auf Zuhörer, die sich ebenfalls meldeten, ergänzte er: "Ihr dürft nicht mit abstimmen."


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