Lager in Unterfranken Traumhaftes Flugwetter für Wittlager Luftsportler

Von PM

Teilnehmer des Fliegerlagers in Unterfranken. Der Aufenthalt der Wittager dort hat schon Tradition. Foto: Insa LiebenauTeilnehmer des Fliegerlagers in Unterfranken. Der Aufenthalt der Wittager dort hat schon Tradition. Foto: Insa Liebenau

Bohmte. In den Sommerferien ging es für den Luftsportverein Wittlage und den Segelflieger-Club Melle gemeinsam in den Fliegerurlaub in das unterfränkische Saal an der Saale. Seit vielen Jahren haben die Wittlager guten Kontakt zum dort ansässigen Flugsportverein Grabfeld und kommen immer wieder gerne zu Besuch.

Beide Vereine zogen ihre Segelflugzeuge in Anhängern hinauf nach Saal. Insgesamt waren 26 Meller und 25 Bohmter Vereinsmitglieder dabei. Darunter zwei Fluglehrer aus Melle und vier Fluglehrer aus Bohmte. 

Wie auch im vergangenen Jahr hatten die beiden Segelflugvereine großes Glück mit dem Wetter. Bis auf wenige Regenstunden sorgte viel Sonnenschein für gute Thermik, also Aufwinde, die die Segelflieger brauchen, um lange in der Luft zu bleiben. Ergebnis: Täglich bis zu 35 Flüge, wobei ein Flug bis zu acht Stunden dauern konnte. Mitgereiste Familienmitglieder, die nicht flogen oder Piloten, die eine Flugpause machen wollten, konnten sich im kühlen Teich direkt neben der Piste abkühlen.

Landung eines Segelfliegers auf dem Flugplatz in Saal. Foto: Insa Liebenau

Traditionell nutzen die Vereine das Fliegerlager auch, um die Ausbildung der Schüler voranzutreiben. So kam es zu Beginn zum ersten Alleinflug des 16-Jährigen Flugschülers Tim Strakeljahn (SFC Melle). Sein Fluglehrer Graham Soars war zufrieden mit seiner fliegerischen Leistung und somit ging es für Tim das erste Mal alleine mit der Ask21 - dem doppelsitzigen Schulungsflugzeug der Meller, in die Luft. Tim absolvierte drei saubere Starts und Landungen. 

Ein Distelstrauch

Am Ende des Tages bekam er nach alter Segelflugtradition von seinen Vereinskameraden einen Distelstrauch geschenkt und wurde mit einem Klaps auf den Po von allen anwesenden Piloten für das nötige thermische Feingefühl sensibilisiert.

Ein paar Tage später folgte für Tim und seinen Freund Oliver Kapteina (16) die Umschulung auf ein neues Flugzeugmuster, den Astir CS Jeans. Der Astir ist ebenso wie die Ask21 ein Kunststoffflugzeug, nur einsitzig.

Desweiteren gab es mit Fluglehrer Nils Fabig (LSV Wittlage) zwei Überlandflugeinweisungen für die Flugschüler Frank Hukriede (52) und Luka Bömermann (19) auf der DG505. Mit Frank ging es in die Rhön zur Wasserkuppe, mit Luka Richtung Thüringer Wald bis nach Suhl. Beide konnten hierbei das Thermikfliegen weiter üben.

Ein Ultraleicht-Doppeldecker des Typs Renegade. Foto: Insa Liebenau

Wem all das noch nicht reichte, der konnte am Flugplatz in Saal ein ganz besonderes Flugzeug testen: einen Ultraleicht-Doppeldecker vom Typ Renegade.

Wohnmobile mitgebracht

Und so wie sich das ganze Leben in diesen zwei Wochen rund um den Flugplatz abspielte, hatten die Bohmter und Meller Zelte aufgebaut und Wohnmobile mitgebracht. Die Vereinsmitglieder kümmerten sich abwechselnd um die verschiedenen Dienste. Frühstück, Abendbrot, Einkaufen, Abwaschen, sowie um das Leiten des Flugbetriebes vom Tower aus. 

Die Seilwinde, mit der die Segelflugzeuge in die Luft gezogen werden, wurde dieses Jahr vom ansässigen Verein betrieben, sodass die beiden Vereine sich in diesem Fliegerlager voll und ganz auf das Fliegen selbst konzentrieren konnten


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