Ausstellung "Wilde 70er Jahre" Zwischen Flipper, Fußball, Bravo und den Rolling Stones

Von Andreas Schnabel und und pm

Das Ehepaar Kramer im Gespräch mit Arthur Wall am Flipper "Captain Fantastic". Foto: Deutsches Automatenmuseum/Oliver KratoDas Ehepaar Kramer im Gespräch mit Arthur Wall am Flipper "Captain Fantastic". Foto: Deutsches Automatenmuseum/Oliver Krato

Espelkamp. Das Deutsche Automatenmuseum in Espelkamp widmet den „Wilden 70er Jahren“ nun eine eigene Sonderausstellung in seinen Räumlichkeiten auf Schloss Benkhausen

Im Fokus stehen dabei die geschichtlichen Eckdaten in Kontext mit Münzautomaten aus aller Welt und kulturellen Highlights jener Zeit, die mit Marmor, Stein und Eisen bricht von Drafi Deutscher bis zum Highway to Hell von AC/DC vor allem eines waren: bunt, facettenreich und vielfältig. Es war die Zeit von Abba, Punk und VW Bulli, gleichzeitig  der Beginn der PC-Ära, und die Geburtsstunde des VW Golfs.  Die 70er Jahre waren eine Zeit des Umbruchs und der Veränderung in Deutschland.

Sascha Wömpener (Museumsleiter) und Jessica Midding (Kuratorin der Ausstellung und stellvertretende Museumsleiterin) laden ein zum Besuch ins Automatenmuseum. Foto: Deutsches Automatenmuseum/Oliver Krato



Mehr als 80  Gäste folgten der Einladung von Museumsleiter Sascha Wömpener und nahmen an der Eröffnung der Sonderausstellung „Die wilden 70er Jahre – Zwischen Fußball, Flipper und flotter Musik“ im Schloss Benkhausen teil. In seinem Grußwort hob er hervor, dass das Museum seit seinem Umzug nach Benkhausen im Herbst 2013 zu einem touristischen Besuchermagnet geworden sei. Jedoch benötige so ein Museumsbetrieb auch hinter den Kulissen viel Basisarbeit, so zum Beispiel die Recherche und die Archivierung von Daten und Geschichten über die einzelnen Exponate bis hin zur digitalen Verarbeitung in sozialen Netzwerken und der intensiven Kontaktpflege zu Sammlern in Deutschland und den angrenzenden Nachbarländern. An dieser Stelle bedankte er sich bei der Unternehmerfamilie Gauselmann für die Bereitstellung von Ressourcen und ihre ausgeprägte Leidenschaft für Automaten und die Geschichten ihrer Erfinder, ohne die es das Deutsche Automatenmuseum im Wittlager Nachbarkreis Minden-Lübbecke heute nicht geben würde.

Beim Thema 70er Jahre dürfen Bravo und Rollling Stones nicht fehlen. Foto: Deutsches Automatenmuseum/Oliver Krato


Mit dem legendären „Tschüssikowski“, das 1972 durch die TV-Kultserie „Die Zwei“ mit dem späteren "007" Roger Moore und Tony Curtis zum geflügelten Wort wurde, leitete Sascha Wömpener über zu Gisela Vorwerk, Espelkamps stellvertretender Bürgermeisterin. An das anwesende Ehepaar Karin und Paul Gauselmann gewandt, bedankte sie sich im Namen der Stadt für die zahlreichen Veranstaltungen auf Schloss Benkhausen, die die Strahlkraft des Mühlenkreises weit über die eigenen Grenzen hinaus verstärke.

Neben zwei Hörstationen, an denen 70er Jahre Songs erklingen, wurde auch ein BRAVO-Museumsbuch als ein per Touchscreen bedienbares Terminal, das einem überdimensional großen, aufgeschlagenen Buch gleicht, aufgestellt. Last but not least steht den Gästen zudem eine Fotowand mit dem Motiv eines typischen 70er Jahre Hippie-Busses für eigene Selfies zur Verfügung.

Die Sonderausstellung „Die wilden 70er Jahre“ kann mit Ausnahme des Montags, täglich von 10 bis 17 Uhr, an Wochenenden von 11 bis 18 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt kostet 5 Euro pro Person, Führungen durch die Ausstellungen sind unter anmeldung@deutsches-automatenmuseum.de zu buchen.


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