Nachwuchs-Hauswirtschafterin Johanna aus Herringhausen ist bundesweit ganz vorn

Liebt ihren abwechslungsreichen Beruf: Johanna Oelgeschläger aus Herringhausen. Foto: Rainer WestendorfLiebt ihren abwechslungsreichen Beruf: Johanna Oelgeschläger aus Herringhausen. Foto: Rainer Westendorf

Herringhausen. Johanna Oelgeschläger gehört zu den besten Nachwuchs-Hauswirtschafterinnen der Bundesrepublik. Die 22-Jährige aus Bohmte-Herringhausen hatte sich für den Bundesentscheid des Berufswettbewerbes der deutschen Landjugend 2019 qualifiziert, der Anfang Juni in Herrsching (Bayern) ausgetragen wurde.

In der ganzen Republik hatten sich bei den deutschen Meisterschaften der Agrarwirtschaft mehr als 10.000 junge Menschen miteinander gemessen. 

Beim Finale musste die junge Frau, die an der Katholischen Landvolkshochschule Oesede den Beruf der Hauswirtschafterin erlernt, in Berufstheorie und -praxis ihre Kenntnisse  beweisen. Auch ihr Allgemeinwissen  –von Unfallschutz bis zu europäischen Hauptstädten  –  und ihre Präsentationfähigkeiten wurden im Finale des 34. Berufswettbewerbs bewertet. Praktische Erfahrungen hat sei unter anderem in Büngelers Hofcafé in Nordhausen gesammelt.

Johanna beim Wettbewerb im bayerischen Herrsching. Foto: Bund der Deutschen Landjugend


Ging es in der Berufstheorie unter anderem darum, warum regionale Produkte bevorzugt eingekauft werden sollten, musste Johanna Oelgeschläger im praktischen Wettbewerb saisonale  landestypische Speisen aus ihrer Region für ein festliches Büfett zubereiten. Im Team stand  sie vor der Herausforderung, Fachfremden in einer Mitmachaktion die Professionalität der  eigenen Arbeit zu vermitteln - beim Vorbereiten der Wäsche für die Maschine zum Beispiel oder beim Eindecken einer festlichen Kaffeetafel. 

Die  junge Frau hielt den kritischen Blicken der Prüfer stand und vereinte am Ende 85,15 Punkte auf sich. Damit ist sie die viertbeste Hauswirtschafterin in Ausbildung der  Bundesrepublik - eine, die die Hauswirtschaft der Zukunft gestalten kann, und es keine Minute bereut hat, beim Berufswettbewerb angetreten zu sein. 

Wissen und Selbstbewusstsein

"In den fast vier Monaten seit Beginn habe sie viele Erfahrungen gesammelt, die sie persönlich voranbringen", sagt sie rückblickend. Als eine der Besten aus Niedersachsen ging es Johanna Oelgeschläger weniger darum sich zu beweisen, als um den Blick über den Tellerrand. Der hat ihr nicht nur neues Wissen und Selbstbewusstsein gebracht, sondern auch ein Netzwerk, mit dem sich berufliche Herausforderungen - digital wie analog - besser meistern lassen. 

Eine Aufgabe: Speisen aus ihrer Region für ein festliches Büfett zubereiten.Foto: Bund der Deutschen Landjugend


Für die Ausbildung zur Hauswirtschafterin hatte sie entschieden, weil schon ihre Großmutter und ihre Mutter den Beruf erlernt haben. Hauswirtschafterin, das hört sich etwas altbacken kann. Ein Klischee, dieses Bild sei falsch. "Der Beruf ist nämlich sehr vielseitig", sagt Johanna. Kochen, Organisation, Service, Bestellungen, Dekoration und Planung gehören unter anderem  zu den Tätigkeitsfeldern.

Im Juli steht für Johanna die Abschlussprüfung an. Wie geht es dann weiter? Nach ihrer Ausbildung möchte sich die junge Frau zur hauswirtschaftlichen Betriebsleiterin ausbilden lassen. Deshalb besucht sie dann die Fachschule in Celle, um den "Betriebsleiter zu machen". 

Danach stehen ihr viele berufliche Möglichkeiten offen. Ihr Traumjob: Die Leitung eines eigenen Hofcafés. Eine Vorstellung, der sie mit dem erfolgreichen Abschneiden beim 34. Berufswettbewerb der deutschen Landjugend ein gutes Stück näher gekommen ist.

Fort- und Weiterbildungsprojekt 

Denn unter dem Wettbewerbsmotto „Grüne Berufe #landgemacht: Qualität. Vertrauen. Zukunft.“ hat sie bewiesen, dass sie Verantwortung übernehmen kann und will. Das gilt für Johanna Oelgeschläger wie für jeden der Teilnehmer am Bundesentscheid, bei dem die Nachwuchsstars der Grünen Berufe am Start waren. "Alle zwei Jahre veranstaltet die Landjugend diesen Wettbewerb", berichtet Johanna. 

Die Teilnahme daran sei eine tolle Erfahrung gewesen. Der fachliche Wettstreit wurde erstmals 1953 veranstaltet. Ausrichter sind neben der Landjugend der Deutsche Bauern- und Deutsche Landfrauenverband mit ihren Landesverbänden sowie die Schorlemer Stiftung.

Bilder und mehr zum 34. Berufswettbewerb gibt es unter www.landjugend.de.


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