Ehrungen und Auszeichnungen Schützenkommers in der Bohmterheide übt große Anziehungskraft aus

Die beiden neuen Ehrenmitglieder, Christel Götze und Gerd-Udo Rausch, eingerahmt von Vizepräsident Thomas Lampe (links) und Präsident Stefan Perner. Foto: Karin KemperDie beiden neuen Ehrenmitglieder, Christel Götze und Gerd-Udo Rausch, eingerahmt von Vizepräsident Thomas Lampe (links) und Präsident Stefan Perner. Foto: Karin Kemper

Bohmterheide. Ungewöhnliches Wetter gehört fast schon zum Kommersabend der Heideschützen dazu. War es vor einem Jahr zum Auftakt des Heideschützenfestes noch (anders als an den anderen Festtagen) extrem kalt, so ging anno 2019 kurz nachdem die vielen Teilnehmer ihren Umzug beendet hatten, ein kräftiger Regenschauer nieder. Die Redner hatten es phasenweise nicht leicht, durchzudringen.

Heidepräsident Stefan Perner meinte angesichts des gut gefüllten Festzeltes: "Der Kommers hat nichts von seiner Anziehungskraft verloren. Er steht für den Zusammenhalt im Verein und das gemeinsame Feiern." Er fügte hinzu, dass auch die musikalische Ausbildung im Spielmannszug zu den Angeboten des Vereins, der in die Öffentlichkeit ausstrahle, gehört.

Neues Hofschild

Fritz Rupenkamp, die scheidende Majestät, hatte wegen des späten Pfingsttermins eine um drei Wochen verlängerte Regierungszeit gehabt. Trotzdem wechselt direkt nach Pfingsten das Schild, das auf die Residenz der Heidemajestät hinweist, seinen Platz. Dieses Schild war in die Jahre gekommen, und Rupenkamp sorgte dafür, dass es einen Nachfolger gibt. Perner: "Das Hofschild wurde zum Kunstwerk, und auf der Rückseite ist Platz, um mindestens 40 Namen von Majestäten unterzubringen."

Kein einzelnes Bier

Zu den Gästen des Abends gehörte auch Landrat Michael Lübbersmann – erstmals. Beim Bohmter Kommers sei er schon wiederholt gewesen, und Willi Ladner habe verraten: "In der Bohmterheide schmeckt das Bier auch nicht schlechter." So habe er sich Gedanken zur ordnungsgemäßen Versorgung mit dem Hopfensaft gemacht. Es begann damit, dass das Bestellen eines einzelnen Biers verboten sei, und endete damit, dass die Paragrafen nicht auf den Landrat anzuwenden seien, wenn er ein Fass Bier ausgebe...

Das war knapp

Der Bundestagsabgeordnete André Berghegger unterstrich: "Wer viel und feste arbeitet, darf auch Feste feiern." Dass er den Zug von Berlin erreicht habe, um (einigermaßen) pünktlich in der Bohmterheide zu sein. Es seien gerade einmal neun Minuten zwischen Sitzungsende und Zugabfahrt geblieben. Berghegger: "Ich bin aus dem Saal herausgerannt. Draußen wartete ein Mitarbeiter mit der Vespa und einem zweiten Helm..." In Richtung der Heideschützen hieß es: "Ihr habt mit diesem Schützenfest wieder ins Schwarze getroffen."

Reale Freunde

Erste Gemeinderätin Tanja Strotmann, die vor drei Jahren Schützenfestpremiere gehabt hatte, schlug den Bogen von der digitalen zur analogen Welt. Sie war sich sicher: "Auf dem Schützenfest hat man die beste Chance, echte Freunde zu treffen." Pastor Hartmut Weinbrenner stellte die Verbindung zwischen Pfingsten und dem Schützenfest her. Er sagte: "Mit stürmen und brausen kam der Heilige Geist auf die Jünger nieder, und alle verstanden sich. Das könne auch beim Schützenfest passieren..."

Für die musikalische Begleitung des abends sorgten der Bohmter Bläserchor unter der Leitung von Petra Garbe und Benedikt Stolte sowie der Bohmterheider Schützenspielsmannszug, den Verena Schnittker leitet.

Gleich doppelt war der Kreisschützenverband Wittlage vertreten: durch Kreispräsident Rolf Placke und Vizepräsident Joachim Mattey. Das Duo hatte Ehrungen im Gepäck. Die Ehrennadel Pro Patria des Schützenbundes erhielten Anke Ellebrecht-Peters, Thomas Kybart, Bodo Rödiger und Günter Rhaese. 

Die silberne Verdienstnadel des Bezirksschützenverbandes ging an Matthias Bühning und an Christopher Bühning. Die höchsten Auszeichnungen des Abends, goldene Verdienstnadeln des Bezirkes, erhielten Gerd-Udo Rausch, Lothar Kohstall und Steffen Altewichardt.

Für langjährige Mitgliedschaft wurden zahlreiche Heideschützen ausgezeichnet. Foto: Karin Kemper



Langjährige Mitglieder

Treue zum Bohmterheider Schützenverein
Schützenpräsident Stefan Perner nahm die Ehrung langjähriger Mitglieder vor.
25 Jahre: Daniel Rümke, Frank Reinsch, Friedrich Eigenbrodt, Marie-Luise Wesselink, Helmut Knapp, Frank Klöcker, Mario Macho, Andre Oelgeschläger, Markus Enke, Friedhelm Wobbe, Merle Richert, Martin Wesselink, Thomas Gramke, Heinz-Hermann Hugo und Björn Rolfes
40 Jahre: Karlo Fay und Dieter Knostmann
50 Jahre: Heinrich Büttner, Heinz Perner, Michael Bühning, Karl-Heinz Enax, Manfred Unger, Günter Bergmann, Jürgen Bunselmeyer und Wilhelm Ehlert

Auszeichnungen des Schützenbundes hatten Joachim Matthey und Rolf Placke (links) mitgebracht. Foto: Karin Kemper


Was in der Mitgliederversammlung der Heideschützen im Januar beschlossen wird, wird dann am Kommersabend offiziell: die Ernennung der neuen Ehrenmitglieder. Zu dem Kreis der verdienten Heideschützen gehören jetzt Christel Götze und Gerd-Udo Rausch.

Aktiv im Spielmannszug

Verena Schnittker, die Leiterin des Spielmannszuges, vergleich das Schützenfest mit Geburtstag oder Weihnachten. alles käme immer so plötzlich, erfordere Vorbereitungen, und für brave – in diesem Fall Mitglieder – gebe es Geschenke. Soraya Heuer war im Vorjahr durchgerutscht, so erhielt sie die Auszeichnung für fünf Jahre aktives Spielen verspätet. Ebenfalls ausgezeichnet wurden Malte Klevorn, Lennart Fietz und Thomas Kybart sowie Spielmannszugurgestein Annegret Schnttker, die nach langer Pause wieder mitmacht. Dazu gehörte der Hinweis: "Beim Wiedereinstieg wird die Uhr auf Null gesetzt." Bereits 15 Jahre aktiv ist Christin Kybart, die sogar schon im Rollstuhl sitzen den Spielmannszug begleitete, und sogar seit 20 Jahren Annika Budelmann.

Foto: Karin Kemper


Beförderungen rundeten das Programm des Kommersabends ab, bei dem auch die Vereinsmeister bekanntgegeben und Schützenschnüre übergeben wurden. Den musikalischen Höhepunkt, der gleichzeitig Abschluss des offiziellen Teils ist, bildete der Große Zapfenstreich.


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