Respektvolles Miteinander Festival lockt Tausende in den Stemweder Berg

Von Heidrun Mühlke

Friedlich feierten Tausende Fans. Foto: Heidrun MühlkeFriedlich feierten Tausende Fans. Foto: Heidrun Mühlke

Stemwede-Wehdem. Tausende Musikfans aus aller Welt sind am Wochenende in den Stemweder Ortsteil Wehdem geströmt. Vier Tage lang wurde dort im Stemweder Berg das „Hai in den Mai“-Festival gefeiert. Top DJs aus der ganzen Welt legten auf und sorgten an den Pulten für Non-Stopp-Partystimmung und haben nahezu alle Facetten der elektronischen Musik abgedeckt.

Das urige Festivalgelände am Wehdemer Waldfrieden, am Hang des Stemweder Berges gelegen, ist der perfekte Ort dafür. Es liegt mitten im Grünen, fernab von Nachbarn, die sich durch stampfende Beats und feierndes Partyvolk belästigt fühlen könnten. Eröffnet wurde das Spektakel allerdings mit traditionelleren Klängen: Die Musikanten des Wehdemer Spielmannszuges gaben am Freitag den offiziellen Startschuss für die mehrtägige Party.

Vor Ort war auch das Filmteam, um einige Szenen für den Wehdemer Krimi zur 1050-Jahr-Feier zu drehen.

Wichtig ist den Veranstaltern, dass alle Besucher achtsam miteinander umgehen. Gewaltfreiheit, Respekt, Hilfsbereitschaft und Achtsamkeit sind die Schlüsselworte und die Festivalbesucher schätzen die friedliche und familiäre Atmosphäre. „Hier gilt Miteinander und nicht Gegeneinander“, erklärte Dagmar aus Dörpen, die gemeinsam mit Maria aus Hanau angereist war.

Elfe Aurora tanzte auf Stelzen durch die Menge. Foto: Heidrun Mühlke


Sowieso war das Publikum bunt gemischt. Junge Leute tobten genauso in der Menge herum wie Erwachsene in den 1950ern, bunt Kostümierte, schrill Geschminkte, Auffallende und Dezente  – das Beste aber war: sie feierten gemeinsam und alle verstanden sich. „Es ist, als ob man in eine andere Welt eintaucht“, erklärte Judith aus Köln und freute sich auf tolle entspannte Tage mit ihren Freunden beim Festival.

Dabei schätzte sie nicht allein Musik und Leute, sondern auch die verschiedenen Workshops, die in der Healing-Area angeboten wurden. Dort vermittelten Schamanen und Musiker allumfassendes Wissen über Körper, Geist und Seele. Die Gäste konnten verschiedene Anwendungen ausprobieren und spirituelle Einblicke gewinnen, etwa in Ayurveda – die Lehre des Lebens.


An den vielen Verkaufsständen gab es Kunterbuntes zu kaufen. Marie und Theresa aus Bad Essen (rechts) informierten sich gern bei Nita aus der Ukraine. Foto: Heidrun Mühlke


Übrigens bekam jeder Camper gleich bei der Anmeldung mit seinem Eintrittsbändchen einen Müllsack für die Müllentsorgung sowie einen Taschenaschenbecher in die Hand gedrückt. Sowieso würde beim Festival großer Wert auf Sauberkeit aber auch auf ökologische Angebote und Arbeitsabläufe gelegt. Dazu gehörten auch ausschließlich veganes und vegetarisches Essen in Bio-Qualität. Beliebte Anlaufstellen waren daneben auch zahlreiche Verkaufsstände, die allerlei Buntes und Schrilles zu bieten hatten.


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