Tag der offenen Tür 2019 Rundflüge und Loopings über dem Flugplatz Bohmte

Von Gertrud Premke

Blick vom Tower auf Zuschauer und die fliegende Antonov. Foto: Gertrud PremkeBlick vom Tower auf Zuschauer und die fliegende Antonov. Foto: Gertrud Premke

Bohmte. Der traditionelle Tag der offenen Tür des Luftsportvereins Wittlage auf dem Flugplatz Bohmte zog am Maifeiertag wieder mehr als 10.000 Besucher an.

Bereits morgens um 9 füllte sich rasch der Flugplatz und das erste Dröhnen vom Herannahen der verschiedenen Flugzeuge über dem Flugfeld war zu hören. "Luftsport zum Anfassen in familiärer Atmosphäre", so lautete das Motto und das ist auf dem Bohmter Flugtag auch wörtlich gemeint –  eine Großveranstaltung als Familienausflug. 

Kunstflug mit dem Segelflugzeug. Foto: Gertrud Premke

Der Wetter war in diesem Jahr besonders gut. Im Gegensatz zu 2018, als die Besucher in dicker Winterkleidung erschienen waren. Doch super Flugwetter traf wohl nicht für alle Regionen in Deutschland zu. Die angekündigte Piper-Staffel aus Büsum hatte als erstes bereits frühmorgens wegen Seenebels ihre Teilnahme abgesagt. Ebenso konnte das Acroteam aus Meschede mit drei kleinen Doppeldeckern vom Typ Pitts den Flug nach Bohmte nicht antreten. Die Sicht war unter 1.500 Meter. Regen und Nebel im Sauerland ließen daher einen Start nicht zu. 

Sicherheit geht vor

„Sicherheit geht vor,“ das bestätigte auch Dirk Nedderhoff, 1. Vorsitzender des Luftsportvereins. So zeigte man allseits Verständnis für die Situation. Und auch aus der Eifel hatte sich ein Flugzeug-Oldie, ein North -American T6 Militärtrainer, angemeldet, der ebenfalls aufgrund schlechter Witterung nicht starten konnte.

Kein Unfall. Alles nur Show mit Chemie und Farbe. Foto: Gertrud Premke

Doch die Tausende von Besucher kamen trotzdem voll auf ihre Kosten. Zwei Hubschrauber standen für Rundflüge bereit, ebenso stand die „Tante Anna“ aus Ballenstedt im Harz, wieder für Rundflüge zur Verfügung. Die sogenannte Tante Anna ist eine Antonov AN 2, ein Doppeldecker mit 1000 PS und neun Sitzplätzen. 

Mit weiteren vier Flugzeugen jeweils aus Damme eine Robin DR 40, aus Melle eine Cessna 172 und aus Nordhorn eine Stampe SV4, ein 80-jähriges fliegendes Museum, und mit zwei Do 27 konnte in die Luft aufgestiegen werden. Die Bundeswehr vom internationalen Hubschrauberausbildungszentrum in Bückeburg war mit einem Schulungshubschrauber und einem Informationsstand vertreten.   

Neben den vielen Mitflugmöglichkeiten gab es Information für die Ausbildung zum Privatpiloten für Segel-Motorsegler-Ultraleicht- und Modellflug.

Auf großes Interesse stießen die Modellflieger. Foto: Gertrud Premke

Aus der Nachbarschaft waren um die 30 Luftsportler mit ihren Fliegern zu einem Maiausflug nach Bohmte aufgebrochen und standen in Reih und Glied startbereit abseits der Flugschneise. Ein aus einem Bausatz selbst gebautes Ultraleichtflugzeug stand zur Besichtigung bereit.

Alles im Blick: die Flugleiter Wolfgang Müller und Jan Gerke, Foto: Gertrud Premke

Giesbert Leimkühler vom Luftsportverein Melle-Grönegau zeigte mit seinem Segelflieger, wie lautloser Kunstflug am Himmel das Publikum auf der Erde in Atem halten kann. Und auch der Ausstoß des dramatisch wirkenden gefärbten Paraffin fehlte bei den gedrehten Loopings nicht.

Startklar auf dem Flugplatz. Foto: Gertrud Premke

Ebenso versetzte ein kleiner Doppeldecker, im Cockpit der erfahrene Flugpilot Hans Altendeitering aus Nordhorn, die Zuschauer mit seinen Kunststücken unter den Wolken in Staunen.

Moderator Friedrich Lüke. Foto: Gertrud Premke

Eine Kaffeetafel mit über 120 Kuchen und Torten, gefertigt von den Vereinsmitgliedern, deren Frauen und Freudinnen sowie Freunden, zugunsten des Vereins sorgte für Stärkung und Genuss. Ebenso weitere Verzehr-und Getränkestände. Zahlreiche Marktbeschicker boten ihre Waren an. Außerdem fand ein Flohmarkt zugunsten des Fördervereins Thomas und Freunde der St.-Thomas Kirchengemeinde statt. Kinderbetreuung stand vom Bohmter Verein für Fitness und Gesundheit bereit. 

Eine Riesentombola mit großartigen Preisen, Gewerbeschau und Kinderunterhaltung rundeten das vielseitige Programm ab.


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