Änderungen in der Förderrichtlinie Bohmter Sportvereine teilen zusätzliches Geld für die Platzpflege durch drei

Die Vereine in der Gemeinde Bohmte sind für die Pflege der Rasenplätze zuständig und erhalten dafür von der Kommune eine Pflegepauschale. Foto: Helge HolzDie Vereine in der Gemeinde Bohmte sind für die Pflege der Rasenplätze zuständig und erhalten dafür von der Kommune eine Pflegepauschale. Foto: Helge Holz

Bohmte. Wenn es um Geld geht, hört in der Regel die Freundschaft nur allzu oft auf. Rund um die Förderrichtlinie Vereine, die der Bohmter Rat bereits im Dezember 2018 beschlossen hatte, lief das jetzt anders. Es musste nämlich noch ein zusätzlicher Betrag für die Pflege der drei Sportanlagen in Hunteburg, Bohmte und Herringhausen verteilt werden.

Der ursprüngliche Beschluss beinhaltete die Aufstockung des Gesamtbetrags, den die drei Sportvereine TV 01 Bohmte, SV Hunteburg, und SC Herringhausen für die Sportplatzpflege erhalten, um 8.339,40 Euro auf 61.061,40 Euro. Offen war zunächst die Frage geblieben, wie das zusätzliche Geld auf die drei Empfänger verteilt werden sollte. Die Lösung erwies sich als unkompliziert: Die drei Vereinsvorsitzenden einigten sich darauf, die Summe durch drei zu teilen. Das bedeutet, dass jeder der drei Sportvereine zusätzlich 2.779,89 Euro bekommt. Letztendlich erhält der SC Herringhausen nunmehr 15.386,89 Euro, der Hunteburger Sportverein 25.701,80 Euro und der TV 01 Bohmte 19.972,80 Euro. Als Basis wurde ursprünglich ein Betrag von 1,20 Euro pro zu pflegendem Quadratmeter zugrunde gelegt.

Förderung für alle Vereine

Eine zweite Änderung erfolgte durch die Streichung eines Teilparagraphen. Somit ist es nun nicht mehr Voraussetzung, um überhaupt einen Antrag auf zusätzliche Förderung stellen zu können, dass der Verein aktive Jugendförderung betreibt. Thomas Rehme sagte in der Ratssitzung: "Wir fördern alle Vereine". Bodo Lübbert lobte die Vereine für die geleistete Jugendarbeit. Dieses Engagement wird belohnt. In der Förderrichtlinie heißt es: Die örtlichen Vereine erhalten für die Jugendarbeit für jedes aktive Mitglied mit Wohnsitz in der Gemeinde Bohmte einen Pauschalzuschuss in Höhe von 15 Euro jährlich. Joachim Solf sagte: "Wir Grüne wissen um die Wichtigkeit der Vereine. Sie wurden auch vorher wunderbar gefördert." Jetzt  draufzusatteln, passe nicht in die Zeit erheblicher Verschuldung der Kommune. Solf plädierte dafür, es bei der alten Regelung (ohne die zusätzlichen Mittel für die Sportvereine) zu belassen.

Schwer beeindruckt

Lob für den Bohmter Gemeinderat hatte die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde, Karin Helm, parat. Sie betonte: "Die Kolleginnen im Landkreis sind von der Bohmter Regelung schwer beeindruckt." Sie bezeichnete es als wichtig, den Ehrenamtlichen die Arbeit zu erleichtern. Helm: "Der Rat braucht sich mit dieser Entscheidung nicht zu verstecken. Die Ehrenamtlichen sind uns die Förderung wert. Dass über den finanziellen Schatten gesprungen wurde, finde ich ganz toll."

Maximal 25000 Euro

In Sachen Investitionen heißt es es in der Richtlinie: "Jährlich stellt die Gemeinde für Investitionen der Vereine maximal 25.000 Euro zur Verfügung. Investitionen ab einer Mindestsumme von 2500 Euro werden mit 10 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten bezuschusst. Die fristgerecht eingegangenen Anträge werden nach Prioritäten eingestuft.



Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN