Vortrag und Meditation Glückssuche beim Gesundheitstreff in Lemförde

Von Christa Bechtel

Lama Yeshi  referierte im Lemförder Rittersaal zum Thema „Wahres Glück durch einen wachsamen zufriedenen Geist“. Foto: Christa BechtelLama Yeshi referierte im Lemförder Rittersaal zum Thema „Wahres Glück durch einen wachsamen zufriedenen Geist“. Foto: Christa Bechtel

Lemförde. Meditation war das Zauberwort im Lemförder Rittersaal. Dort referierte auf Einladung des Gesundheitstreffs Lemförde Lama Yeshi (Lama Tsultrim) zum Thema „Wahres Glück durch einen wachsamen zufriedenen Geist“. Obwohl einige Besucher beim Verlassen des Amtshofes meinten: „Das war nicht meine Welt.“

„Ich freue mich, dass der Saal voll ist“, strahlte Annegret Jaquet-Nitschke, die im Namen des Gesundheitstreffteams  –  Karin Framke und Anne Hoppe – die gut 130 Besucher hieß. „Ich komme aus Bhutan im Himalaya. Dort sind die Leute sehr mit der Natur verbunden“, sagte Lama Yeshi. Er sei bereits in viele Länder gereist und eingeladen worden, denn: „Es ist ideal über wahres Glück zu reden“, meinte der Meditationsmeister, der weiter ergänzte: „Glück spielt in Bhutan eine große Rolle. Das ist dort wichtiger als wirtschaftlicher Erfolg.“

„Es gibt zwei Arten von Glück: das relative, das nur kurzfristig anhält, und das ultimative Glück, nach dem die Menschen suchen. Um das ultimative Glück zu entdecken, braucht es etwas mehr“, so der Lama, der das Relative als kein Glück ansieht und betont: „Glück kommt durch einen wachsamen und friedlichen Geist.“ Hindernisse seien beispielsweise keine Arbeit zu haben, aber auch der Mensch selbst sei manchmal das Hindernis.

Geist der Achtsamkeit

Um wahres Glück zu erfahren, brauche man einen ruhigen Geist der Achtsamkeit. Dazu gehöre ein bestimmter Rhythmus, Ruhe, Ehrgeiz, nur einige Schlaglichter. Wichtig sei, abends früh zu Bett zu gehen und morgens wieder früh, zum Beispiel um 5 Uhr, aufzustehen. Sein erster Tipp: Morgens 15 Minuten still und gerade sitzen und auf die Gedanken achten. „Dadurch wird der Geist besser“, wusste er aus seinen gesammelten Meditationserfahrungen und empfahl, eine ruhige und gelassene Körperhaltung zu üben. 

Was ist unser Geist? „Man kann ihn nicht sehen, aber wir haben alle den gleichen Geist“, sagte der Lama, der hinzufügte: „Durch regelmäßige Meditation bekommt man eine Ahnung, was Geist ist. Wenn wir auf unseren Geist achten, sind wir ruhiger, liebevoller, achtsamer.“ Doch Ruhe komme nur, wenn man seinen Geist zähme. Dazu gehöre, dass man seine Gedanken bewusst beobachte - so bekomme man den Kopf frei.

„Wahres Glück bekommt man nur durch Übungen“, hob Yeshi hervor, der den Rat gab, die Gedanken zu minimieren. Materielle Dinge wie Gold oder Silber würden nicht für wahres Glück sorgen. Aber: „Wahres Glück ist unzerstörbar. Wenn wir es entdecken, sind wir ein Leben lang glücklich“. 

Hartnäckig bleiben

Wichtig sei, hartnäckig zu bleiben, den richtigen Rhythmus aufzubauen und ein wachsames Leben zu führen. Seine Lösung für wahres Glück: „Die Gedanken zähmen, sich mit den Gedanken befreunden und Hass und Wut in Liebe und Mitgefühl verwandeln. Ultimatives Glück kommt durch gute und regelmäßige Meditation; durch Atmungsübungen bekommt man jede Menge Ruhe in den Geist aber auch Glücksgefühle.“


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