Förderantrag zum 15. September 2019 Bürgermeister: Bewegungsband steht Bohmte gut zu Gesicht

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Dort, wo heute noch die Pkw an der Bohmter Oberschule parken, soll sich im Rahmen des Projektes "Bewegungsband" das Lern- und Kommunikationsfeld ausbreiten. Foto: Karin KemperDort, wo heute noch die Pkw an der Bohmter Oberschule parken, soll sich im Rahmen des Projektes "Bewegungsband" das Lern- und Kommunikationsfeld ausbreiten. Foto: Karin Kemper

Bohmte. Auf ein Neues. Die Gemeinde Bohmte nimmt als Antragstermin für die Umsetzung des Bewegungsbandes nun den 15. September 2019 ins Visier. Ursprünglich hätte das bereits ein Jahr früher erfolgen sollen, aber knappe Zeit und die Überschreitung des geplanten Budgets führten zu dem Beschluss, dass umgeplant werden müsse und mit dem Antrag besser noch gewartet werden solle.

In der Sitzung des Arbeitskreises Dorfentwicklung im Bohmter Kotten stellten Landschaftsarchitektin Gudrun Lang und ihre Kollegin Irina Dechow im Bohmter Kotten die überarbeiteten Pläne vor. In der Juli-Sitzung hatte eine Kalkulation mit 4 Millionen Euro die Teilnehmer erschreckt. Schnell war klar: Da muss abgespeckt werden. Allerdings war in der enormen Summe auch die Finanzierung eines Kunstrasenplatzes enthalten.

Pläne überarbeitet

Nun gaben die beiden Planerinnen sozusagen Entwarnung. Irina Dechow: "Wir haben tatsächlich einen Weg gefunden, die Mittel zu kappen und die Pläne nach ihren Wünschen überarbeitet." Aus dem Vorentwurf sei ein richtiger Entwurf geworden, der die wichtigen Dinge behalte und den Kostenrahmen von 1,2 Millionen netto einhalte. An dem Konzept sei gar nicht so viel gemacht worden, hieß es weiter – wohl aber in der Ausführung. Dechow: "Die wunderbaren Spielflächen bleiben komplett erhalten, aber an den Materialien hat sich einiges geändert." 

Einsparungen

Gudrun Lang ergänzte: "Es wird mehr ebenerdig gearbeitet, das bringt eine Riesenersparnis. Außerdem wird nur das eigentliche Bewegungsband als fester Weg geplant." Im Schulbereich werden Teilbereiche ganz ausgeklammert, es wird nicht der hochwertige Belag verwendet und die Ausstellung der Spielanlage fällt kleiner aus. Das grüne Klassenzimmer, das sich die Schule gewünscht hatte, und die multifunktionale Sportfläche bleiben im Konzept erhalten. Lang: "Wir haben Sachen entfernt, die bestimmt toll gewesen wären."

Detailplanungen konnten die Teilnehmer des Arbeitskreises Dorfentwicklung im Bohmter Kotten in Augenschein nehmen. Foto: Karin Kemper


Erste Gemeinderätin Tanja Strotmann sagt: "Die Summe, die uns so erschreckt hatte, beinhaltete auch den Bereich des Sportgeländes." Letztlich ging es für die Planerinnen darum, die Kalkulation von 2 auf 1,2 Millionen Euro zu reduzieren. Lang erläuterte, dass für den Mehrgenerationenspielplatz Themen gewählt wurden, die zum Ort passten – die Zeche Behaarlichkeit gehört ebenso zu Bohmte wie die Landwirtschaft. Betont wurde: "Die Spielgeräte, die installiert sind, sind ihre Unikate. So etwas gibt es nicht im Katalog." Das betrifft ebenso die vorgesehene Kletterscheune wie die Wasserspielanlage, die sich an eine Schweinesuhle anlehnt.

Parkplätze vorhanden

Aus der Runde des Arbeitskreises fiel das Stichwort "Parkplätze". Das ist in doppelter Hinsicht wichtig. Zum einen bleibt es dabei, dass der heutige Parkplatz an der Schulstraße einer Spielfläche weichen muss und auf die Freifläche neben der Schule verlegt wird. Dechow: "Das Bewegungsband braucht ein Logik. Die Schulhoffläche ist für Sport und Spiel vorgesehen. Parken passt nicht zum Konzept." Dass Nutzer des Mehrgenerationenspielplatzes Parkraum benötigten, gestand Bürgermeister Klaus Goedejohann zu. Aber er sagte: "Es gibt 30 bis 35 Parkplätze in unmittelbarer Nähe an der Oberschule (Straße Bahnwinkel), die sonst niemand nutzt."

Die Pläne für die Mehrgenerationenfläche wurden einer Prüfung unterzogen. Foto: Karin Kemper


Beantragt werden soll nun im Rahmen des Förderprojektes Dorfentwicklung das, was im Planungswettbewerb, den das Büro Lang aus Hamburg gewonnen hatte, Realisierungsbereich genannt wurde. Dort sind Lern- und Kommunikationsfeld an der Oberschule und die Mehrgenerationenfläche "Feldpark" beinhaltet. Goedehojann: "Alles, was darüber hinausgeht, ist die Betrachtungsfläche, für die im Wettbewerb Ideen gefragt waren." Damit sind die anderen Bereiche aber nicht außen vor. Der Bürgermeister sagte: "Wir haben einen Antrag im Sportstättenförderprogramm des Bundes gestellt. Dort ist eine 45-Prozent-Förderung vorgesehen." Er verwies darauf, dass das Programm, obwohl extrem wenig Zeit für die Antragstellung gegeben war, hoffnungslos überzeichnet sei. Für Bohmte stelle sich die spannende Frage: "Sind wir dabei?" Die Mitteilung soll im Frühjahr erfolgen. Dann könne es sein, so der Bürgermeister, dass "wir mit der Realisierung des Kunstrasenplatzes schneller am Zuge sind als gedacht". 

Daumen drücken

Die beiden (geteilten) Anträge werden vom Planungsbüro pro-t-in erstellt, damit sie der Gemeinde rechtzeitig zur Unterschrift und zum Einreichen vorliegen. Ein Bescheid könne dann im Februar oder März 2020 erwartet werden. Hilke Wiest mahnte: "Bei der Planung darf nicht vorgegriffen werden, sonst können keine Fördermittel fließen." Goedejohann fasste zusammen: "Nun drücken Sie alle fest die Daumen. Ein Projekt wie das Bewegungsband steht Bohmte gut zu Gesichte. So etwas fehlt. Da es mehr Kinder und mehr Geburten gibt, ist das so gesehen genau der richtige Zeitpunkt."


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