Hauptversammlung des Heimatvereins Verdient um Kultur und Natur in Hunteburg

Von Gertrud Premke

Meine Nachrichten

Um das Thema Bohmte Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Hunteburg. Pflege des Ortsbildes und der Kriegsgräber, Engagement in Naturschutz und Heimatgeschichte – bei der Hauptversammlung des Heimatvereins Hunteburg zeigte sich das breite Spektrum seiner Aufgaben.

Ein verantwortungsvoller Luftsportler hört auf den Wetterbericht und der hatte für Freitagabend nichts Gutes verheißen. Tatsächlich lag nicht nur Schnee in der Luft, auch die Straßen waren zwischenzeitlich schlecht befahrbar, was dazu führte, dass der in Hagen a. Tw. wohnhafte Luftfahrthistoriker Martin Frauenheim seinen für diesen Abend vorgesehenen Vortrag beim Heimatverein Hunteburg kurzfristig absagen musste.

Dennoch war die Hauptversammlung des Vereins gut besucht; rund fünfzig Vereinsmitglieder und Gäste hatten sich auf den Weg ins Gasthaus Trentmann gemacht, darunter auch Ortsbürgermeister Norbert Kroboth und Anni Gäfe, langjähriges Vorstandsmitglied, die nach längerer Abwesenheit wieder anwesend war. Schmerzlich vermisst wurde Vereinsmitglied Rainer Storck, der im vergangenen Jahr plötzlich verstorben war und dessen die Anwesenden gedachten.

„Für die nächste Generation“

Vorstandsmitglied Friedhelm Nordmann verlas in einem Schnelldurchlauf einen Rückblick über die Aktivitäten des Heimatvereins im vergangenen Jahr. Sein Dank und der des Vorsitzenden Markus Helling galt dabei ganz besonders Reinhard Klanke und seinem Team für die Pflege der Kriegsgräberdenkmale in Schwege und Welplage, Franz Josef Trentmann aus Schwege, der seit dem Tod von Willi Schmutte zwei volle Schränke Bildmaterial aufarbeitet, sowie der Familie de Vries, die nun zum 35. Mal den Hunterburger Terminkalender aufgelegt hat, eine Idee des Heimatvereins. Für das Archiv in der Wilhelm-Busch-Schule suchen die Lokalhistoriker des Heimatvereins weiterhin alte Urkunden, Karten, Bilder und Zeichnungen. „Wer so etwas noch besitzt, sollte es nicht arglos wegwerfen, sondern dem Heimatverein zur Verfügung stellen. Es ist alles für die nächste Generation“, betonte Friedhelm Nordmann.

Auch bei den Nachtwächterwanderungen mit Peter Kollorz könne noch Material von alten Häusern, Geschichten und Legenden gebraucht und miteinbezogen werden. Kollorz gab noch den Hinweis, dass nunmehr das Gemeindehaus wieder frei sei, sofern Platzbedarf bestehe

Auch in der Pflege der Natur engagiert sich der Verein, der zur Biologischen Schutzgemeinschaft Hunte gehört und Mitglied im Wiehengebirgsverband ist: Er betreut nunmehr zwanzig Nistkästen und einige Steinkauz-Höhlen. Zu den Berichten aus dem Vorstand gehörte auch der von Peter Gausmann über die Freizeitwiese und die stattliche Besucherzahl.

Besondere Würdigung

Der besondere Dank des Vereins galt der Gemeindeverwaltung Bohmte, dem Ortsrat Hunteburg und Ortsbürgermeister Norbert Kroboth für die Unterstützung bei der Ausübung der ehrenamtlichen Tätigkeiten. Für ihren außerordentlichen Einsatz geehrt wurden die Vereinsmitglieder Wilhelm Nordhoff, Rainer Nordhoff, Heinrich, Helmut und Andreas Helling, Reinhard Klöcker und Reinhard Klanke. Ortsbürgermeister Norbert Kroboth verlieh Wilhelm Nordhoff und Rainer Nordhoff (fehlte) die silberne Ehrennadel zum Wappen der Gemeinde Bohmte. Sie pflegen inzwischen seit 22 Jahren das Ehrenmal in Schwege. Vorgeschlagen wurden die beiden zur Auszeichnung von der Kriegerkameradschaft Hunteburg,

Im Anschluss bedankte sich Peter Gausmann bei Familie Niemann für die Übergabe alter Dokumente, wie Protokolle des Kirchenvorstandes und Akten des Kirchenförderungsvereins, aus den Jahren 1900, 1951 und 1969. Die Unterlagen wurden an die katholische Kirchengemeinde weitergegeben.

Ortsbürgermeister Norbert Kroboth wies auf die Fördermöglichkeiten hin, die für die Dorfentwicklung bereitstehen: „Meldet Euch, wenn Maßnahmen zu machen sind“, so sein Aufruf.

Vortrag wird nachgeholt

Trotz der Absage des Referenten Martin Frauenheim erfolgte im Anschluss an den offiziellen Teil der Versammlung eine rege Diskussion über den spektakulären Absturz einer Douglas D 26 mit einem deutschen Agenten kurz vor Kriegsende am 19. März 1945. Die Autorin dieses Artikels, die ebenfalls an umfangreichen Recherchen mitgewirkt hat, berichtete über die neuesten Ergebnisse. Einige Mitglieder des Heimatvereins regten an, eine Gedenktafel am Ort des Geschehens aufzustellen. Martin Frauenheim wird seinen beabsichtigten Filmvortrag über den spektakulären Flugzeugabsturz in Schwege zu einem späteren Zeitpunkt nachholen.

Der nächste Termin des Heimatvereins ist das Pickert-Essen am Donnerstag, 14. Februar, im Gasthaus Knostmann in Meyerhöfen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN