Aufführungen im Saal Knostmann Hunteburger Theatergruppe kehrt in ihr Wohnzimmer zurück

Heidrun Mühlke

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Meyerhöfen. Rote Karte für Martin Burger! Seiner Frau Magdalena reicht’s. Sie will sich scheiden lassen. Zu jedem Spiel des FC Bayern sitzen der Bürgermeister und der Briefträger bei den Burgers in der guten Stube. Wenn sie nach dem Spiel wenigstens gleich wieder abhauen würden. Aber nein, dann wird noch jeder Spielzug beredet und reichlich begossen.

Am Samstagabend feierte die Theatergruppe Hunteburg Premiere mit dem Theaterstück „Fußball, Frauen, Liebe oder Scheidung auf bayerisch“. Die Laiendarsteller brachten den Dreiakter aus der Feder von Horst Miersen auf die Bühne im Saal des Gasthauses Knostmann in Meyerhöfen.

Zurück im Wohnzimmer

Für die Laienschauspieler war es eine ganz besondere Freude wieder in ihrem, wie sie es nennen „Wohnzimmer“ bei Knostmann spielen zu können. In den zurückliegenden Jahren mussten sie auf andere Orte ausweichen, da die Sanierungsarbeiten noch nicht abgeschlossen waren. Olaf Wustrack freute sich, ein erwartungsfrohes Premierenpublikum im rappelvollen Saal begrüßen zu können.

Und begeistert waren alle, denn das, was die Akteure auf die Bühne brachten, war richtig professionell, und die Spielfreude der engagierten Darsteller übertrug sich rasch auf die Theatergäste und sorgte für Spaß und Spannung von der ersten bis zur letzten Szene.

Zuschauer prusten los

Die Geschichte um die Differenzen der Eheleute Burger, glänzend gespielt von Frank Mosel und Kerstin Schubert, bot viele Pointen – immer wieder prusteten die Zuschauer los und konnten sich vor Lachen kaum halten.

Ziel ist der Kühlschrank

Irgendwie war es mit der Romantik in der Ehe vorbei. Statt Zweisamkeit im ehelichen Schlafzimmer zog es Martin Burger immer wieder zum Kühlschrank. „Ich hab noch ein paar Bier getrunken“, erklärt er und streichelt liebevoll über seinen Bauch. „Ihr könnt es deutlich sehen – muss schon öfters passiert sein. Wenn ihr da unten also einen Mann mit Bierbauch seht, wisst ihr sofort, woher die Wampe kommt. Ja, ja, nach einem Jahr ist die Romantik vorbei.“

Heiratsannonce

Magdalena Burger ist indes mit den Nerven am Ende und das laute Schnarchen ihres Mannes lässt sie nicht mehr schlafen. Nicht ganz uneigennützig kommt da der Rat ihrer Freundin Hannelore (Maren Kettler), die zu einer Heiratsannonce rät. „Gut aussehende Bäuerin sucht einen Mann – Fußball-Fans nicht erwünscht“.

Tochter Anneliese (Sandra Srba) und deren Freund Franz (Marius Winter) stehen aber auf der Seite des Vaters und entwickeln eine ausgesprochen raffinierte Strategie, die die Ehe von Magdalena und Martin Burger retten soll und überreden ihn, nicht bei der eigenen Frau als neuer Mann in der Verkleidung als Viehhändler, Gammler, Scheich und texanische Gangster bewerben.

Alles ausverkauft

Ob diese Taktik und wie die herrlich amüsante Komödie ausgeht, wird an dieser Stelle nicht verraten. Schließlich gibt es noch weitere Vorstellungen von „Fußball, Frauen, Liebe oder Scheidung auf bayrisch“, die allesamt bereits ausverkauft sind.

Neben Frank Mosel, Kerstin Schubert, Sandra Srba, Marius Winter und Maren Kettler glänzten Karine Lachmann als Markt Resi, Martin Rebber als Bürgermeister und Manfred Bubel als Briefträger Blasius in ihren Rollen. Regie führte Marion Joachimmeyer, bei Bedarf halfen Annette Bubel und Gabi Trentmann den Schauspielern flüsternd auf die Sprünge. Für die Maske sorgte der Friseursalon Kuckuck-Wustrack.


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