Viele Starter an Heiligabend „Sportler gegen Hunger“ erlaufen 1250 Euro am Dümmer

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Kurz vor dem Start in Dümmerlohausen: Ein Teil der Starter aus dem Wittlager Land mit Organisator Gerhard Seelhorst (Vierter von links)bei der 34. Auflage des Heiligabenddümmerlaufs.  Foto: TuS Bad EssenKurz vor dem Start in Dümmerlohausen: Ein Teil der Starter aus dem Wittlager Land mit Organisator Gerhard Seelhorst (Vierter von links)bei der 34. Auflage des Heiligabenddümmerlaufs. Foto: TuS Bad Essen

Altkreis Wittlage/Dümmerlohausen. Weihnachtsstress – was ist das? So ähnlich dürfte die Einstellung der Organisatoren und freiwilligen Helfer des OSC Damme sein, die seit 1985 jeweils am 24. Dezember zum Dümmerlauf einladen. Und regelmäßig sind Aktive aus dem Wittlager Land mit von der Laufpartie.

Angefangen hatte alles bereits ein Jahr früher mit einem Trainingslauf. Die Teilnehmer hatten daran soviel Spaß, dass es 1985 offiziell wurde. Und waren es zunächst meist zwischen 50 und 100 Starter, so erfolgte inzwischen ein rasanter Anstieg. Nach Auskunft des Veranstaltungsteams des OSC Damme um Gerhard Seelhorst steht für 2018 ein neuer Rekord zu Buche. Gezählt wurden bei der 34. Auflage 251 Teilnehmer. Darunter befanden sich auch Sportler mit längerer Anreise. Ein Mann aus Dortmund, der in der Region seine Familie besuchte, entschloss sich, mitzulaufen. Und dass Alter nicht vor Laufen schützt, zeigte einmal mehr Heinz Winter aus Hagen. Der 82-Jährige startet für GMHütte.

Shuttlebus

Jürgen Frieler vom TuS Bad Essen sagt: „Immer wieder wird positiv angemerkt, dass auch die halbe Strecke von neun Kilometern gelaufen werden kann.“ Die andere Hälfte wird dann im Shuttlebus zurückgelegt. Auch für diesen Service sind Helfer nötig, die sich Heiligabend Zeit für die sportliche Veranstaltung freihalten.

Musikeinlage

An den Start in Dümmerlohausen gingen Sportler sämtlicher Vereine des Altkreises Wittlage, die Leichtathletik betreiben. Unterwegs gibt es Verpflegungsstationen. Für eine Überraschung (nicht zum ersten Mal) sorgten die Jagdhornbläser Damme. Sie hatten in Lembruch an der Strecke Aufstellung genommen und spielten nur für die Läufen, die Pause machten und zuhörten, weihnachtliche Lieder.

Apropos ungeplanter Halt: Eine Besonderheit des Laufes an Heiligabend ist, dass er keinen Wettkampfcharakter hat, sprich die Zeit eine untergeordnete Rolle spielt. So gehört es auf dem rund 18 Kilometer langen Weg einfach dazu, sind mit den anderen Teilnehmern zu unterhalten.

Zum Lauf „Sportler gegen Hunger“ gehört, dass vor und nach dem Start Spargefäße (am Dümmer kann das passend auch ein Fisch sein) bereitwillig gefüttert werden. Die Endabrechnung erbrachte einen Betrag von 1250 Euro.

Silvesterlauf

Der Heiligabendlauf war übrigens nicht die letzte Laufveranstaltung des Jahres im heimischen Raum. Am Dienstag, 31. Dezember 2018, folgt der Silvesterlauf (mit verschiedenen Streckenlängen zur Auswahl) in Mühlen, zu dem deutlich mehr Teilnehmer als am Dümmer erwartet werden. Der Startschuss erfolgt um 14 Uhr.


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