Winterkonzert im Rittersaal Musikalisches Feuerwerk im Amtshof Lemförde

Von Christa Bechtel



Lemförde. Ein musikalisches Feuerwerk auf sehr hohem Niveau bot das Orchester des Musikvereins „Altes Amt Lemförde“ jetzt mit seinem dynamischen Dirigenten Stephan Flore im Rahmen des traditionellen Winterkonzertes im Rittersaal des Amtshofes in Lemförde. So mitreißend, dass das begeisterte Publikum die Musiker ohne zwei Zugaben nicht gehen ließ.

Nachdem die Instrumentalisten das abwechslungsreiche Programm mit dem vierten Satz aus der hymnischen Sinfonie Nr. 1 von Johannes Brahms eröffnet hatte, hieß Vorsitzender Dr. Karl-Wilhelm Meyerrose die Besucher im mehr als gut gefüllten Rittersaal willkommen. Sein besonderer Dank galt der Gemeinde für die Überlassung des Saales, dem Brockumer Landgasthaus Koch, das in der Pause für das Catering sorgte, sowie den Musikern und Stephan Flore. „Er hat es auch dieses Jahr wieder geschafft, uns solange zurechtzustutzen, bis wir ein Konzert zusammen bekommen haben“, meinte Meyerrose launig, der seit 25 Jahren Vorsitzender des Vereins ist. Für die weitere umfassende Moderation sorgte Stephan Klöpzig.

Rhythmische Präzision

„Sie wissen, unser Dirigent dirigiert gerne, aber einmal am Abend möchte er auch etwas auf seinem Horn zum Besten geben“, kündigte Klöpzig das kleine Kammermusik-Ensemble an, das bravourös ein Quintett von Karl Stamitz zu Gehör brachte. Während der populären Lustspiel-Ouvertüre op. 73 von Béla Kéler war dann zu hören, wie intensiv Stephan Flore das Orchester vorbereitet hatte, sodass es durch rhythmische Präzision, ausgefeilte Dynamik und einfühlsame Interpretation des Werks begeisterte. Leonard Bernsteins Musical „West Side Story“ ist zeitlos aktuell, thematisiert es doch Migration und Integration. Fulminant ging es mit dem bekannten „The Second Waltz“ von Dmitri Schostakowitsch in die Pause.

Nummer-Eins-Hit 1967

Mit dem kurzweiligen Stück „Spinning wheel“ von David Clayton Thomas eröffnete das Orchester den zweiten Teil. „A whiter shade of pale“ von der Band Procol Harum wurde weltweit zu einem Nummer-Eins-Hit. 1967 wurde der Song für die Flower-Power-Anhänger sogar zur neuen Hymne - und die Besucher im Rittersaal genossen ihn einfach nur. Mit lateinamerikanischem Flair und im Rhythmus eines Cha-Cha-Cha hielt das bestens disponierte Orchester nebst Percussiongruppe mit „Oye como va“ die Stimmung kontinuierlich auf den Siedepunkt. Kurze Zeit später tauchten alle in die orientalische Welt zu Aladdin ein. Denn die zauberhafte Geschichte um Aladdin, den Dschinni und Prinzessin Jasmin ist längst ein echter Klassiker unter den Disney-Filmen. Das Medley, das einige der schönsten Melodien dieses orientalischen Abenteuers enthält, brachten die Musiker mit jeder Menge Spielfreude zu Gehör.

Das „Winter Wonderland

Weiter ging die abwechslungsreiche musikalische Reise mit einem Potpourri in den Wilden Westen zu Winnetou & Old Shatterhand, um einige Minuten später beim „Pirates of the Caribbean“ zu landen. Die 1980er Jahre sind eine Dekade der Popper, Punks oder Individualisten, aber auch die Musik entwickelte sich in vielfältiger Weise, sodass etliche große Stars dem Jahrzehnt musikalisch ein Denkmal setzten. Der amerikanische Arrangeur Paul Murtha hat ein Medley der größten Hits der 1980er Jahre für Blasorchester zusammengestellt und bearbeitet.

Unter dem Motto „Eighties Flashback“ nahm das Orchester packend musikalisch Rückblick. Vorweihnachtlich wurde es am Schluss mit dem „Winter Wonderland“, dem frenetischer Applaus folgte, der sogleich auf Zugaben hinzielte


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN