Tiefer Freude und Leidenschaft Arenshorster Adventskonzert mit vielen Aktiven

Von Christa Bechtel



Arenshorst. Eine Adventszeit ohne Arenshorster Adventskonzert – geht gar nicht! Am Sonntagabend war es wieder soweit, dass auf Einladung des Kulturrings Bohmte Chöre, Instrumentalisten und Solisten die Kirche St. Johannis zu Arenshorst mit vorweihnachtlichem Glanz erfüllten und für besinnliche Stimmung sorgten.

Alle Mitwirkenden, aber auch die Besucher in der mehr als gut gefüllten Kirche hießen eingangs Hartwig Ventker vom Kulturring und Hausherr Pastor Andreas Pöhlmann willkommen. Traditionell hatten die Blechbläser zuvor mit „Macht hoch die Tür“ auf den Abend eingestimmt. Nur, dass es dieses Mal die Mitglieder des besonderen Posaunen-Projekts Altkreis Wittlage waren. Denn: „Es hat sich dieses Jahr kein Posaunenchor im Altkreis gefunden. Hartwig Ventker hat mich während der KulturKanapees in Bad Essen angesprochen, ob wir da nicht etwas machen können. Dann habe ich mir überlegt: ich frage mal ein paar Chorleiter“, erläuterte Jörn Schnieder, Leiter des Posaunenchors Herringhausen, wie das Projekt zustande kam.

Gute Mischung

Dazu gehörten Zilli Hüninger (Trompete) aus Ostercappeln, Christian Steuwer (Trompete) aus Hunteburg, Jörn Schnieder (Trompete) aus Herringhausen, Rolf Kasting (Tuba) aus Ostercappeln, Fred und Martin Eickmeyer (Euphonium) aus Barkhausen–Linne sowie Bernd Reitmayer (Posaune) aus Rabber. Mit Dynamik und genussvollen Klangfarbenwechseln bestachen sie später zum Beispiel mit „Nun komm der Heiden Heiland“, „Maria durch ein Dornwald ging“ oder „We wish you a Merry Christmas“.

Chöre und Solistin

Von hinten durch das Kirchenschiff kommend steuerten die Regenbogenkinder und der Jugendchor Venne unter der Leitung von Irmhild Köster mit „Come and blow winterwind“ den Altarraum an. „Wir singen für die Kinder dieser Erde“ bekräftigten sie und wurden dabei von Benjamin Schrul am Klavier begleitet. Alle Register ihres Könnens zogen erst der Jugendchor mit „I see a star“, dann die Regenbogenkinder mit „Julias Traumland“. Solistisch beeindruckte hier Lea Marie mit ihrer wunderschönen Stimme, die als Julia von ihrem kindlichen Weihnachtstraum erzählte. Gedanken zu „Und wenn er wirklich wiederkäm“, der deutsche Text stammt von Rolf Zuckowski, warfen abschließend beide Chöre auf.

Überzeugende Darbietungen

Mit seinem Stimmpotenzial beeindruckte der Chor der Dreieinigkeitsgemeinde Rabber (SELK) unter der Leitung von Bernd Reitmayer mit einer ganz anderen Version von „Macht hoch die Tür“, „Singet fröhlich allezeit“, „Der Herr der Welt, er wird ein Kind“ und „Es kommt ein Schiff geladen“. Durch saubere Intonation und hohe Präzision überzeugte das Gesangsquartett mit Christina Nagel-Fischer, Anne Overbeck, Elisabeth Gieseke und Jasmin Styppa mit „Hör in den Klang der Stille“, „Ach bittrer Winter“, priesen die wunderschöne „Winterpracht“. Mit dem bekannten „Kling, Glöckchen, Klingelingeling“ wurde es richtig weihnachtlich, sodass mancher im Publikum mit glänzenden Augen mit summte. Abschließend bestach Christina Nagel-Fischer mit ihrer glockenhellen Stimme solistisch mit „Machet die Tore weit“.

Ansteckende Fröhlichkeit

Und dann betrat der Gospelchor „Gospel and more“ unter der Leitung von Karin Ventker den Altarraum, der für seine ansteckenden Rhythmen weit über den Altkreis Wittlage hinaus bekannt ist. Dieses Mal trugen die Akteure karierte Schals noch als Hommage an den kürzlich stattgefundenen Besuch des Chores „Dunbar Sings“ aus Schottland. Mit „December again“, „Happy and free“, „Hy little boy“ und „Night of Silence“ sorgte zwar der hervorragend disponierte Chor für ansteckende Fröhlichkeit, aber der Jahreszeit angepasst waren die Rhythmen diesmal getragener.

Abschluss mit Tochter Zion

Pulsierend, aber auch mit zarten Tönen brachte Pianist Andreas Liebrecht virtuos seine Eigenkompositionen „Immortal Echo“ und „Childhood“, mit dem er die die eigene Kindheit mit Klavierklängen Revue passieren lässt, zu Gehör. Sein Vater Viktor Liebrecht leitet den Gemischten Chor „Frequenzia“ aus Osnabrück, der mit „Die Zeit der Weihnacht“ startete. Zur Höchstform liefen die Sänger mit „Der Schlittschuhläufer“ auf – da schunkelten spontan sogar einige mit – und dem südafrikanischen Gospelsong „Siyahamba“. Traditionell endete das Konzert mit „Tochter Zion“ und den Posaunisten. Aber frenetischer Applaus belohnte am Ende eine ebenso herausragende wie von tiefer Freude und Leidenschaft getragene Leistung aller Aktiven, sodass die Zuhörer erfüllt, bewegt und gut eingestimmt auf die Adventszeit das Gotteshaus verließen.


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