Pakete gehen nach Königsberg Schüler der Bohmter Erich Kästner-Schule verschenken Weihnachtsfreude

Von Christa Bechtel

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Bohmte. Weihnachtsfreude verschenken, um so für glückliche, strahlende Kinderaugen in Königsberg (Kaliningrad) in Russland zu sorgen – das haben sich die Schüler der Erich Kästner-Schule Bohmte auf ihre Fahnen geschrieben.

Am Ende dieser besonderen Aktion hatten die Zweit- und Drittklässler sogar selbst strahlende Augen. Als sie nämlich mit großer Begeisterung eine Menschenkette bildeten, sodass mit vielen kleinen Händen alle Weihnachtspakete in einem Anhänger verladen wurden. Aber von Anfang an.

Pakete für Kinderheime

Zum zwölften Mal hatte das Lehrerkollegium mit Schulleiterin Claudia Erpenbeck an der Spitze die Eltern mit ihren Kindern motiviert, auch in diesem Jahr Pakete für Kinderheime, einem Kinderhaus für Straßenkinder und für bedürftige Familien in Königsberg zu packen. Die Weihnachtsaktion „Kinder verschenken Weihnachtsfreude“ hatte die Tante von Claudia Erpenbeck, Schwester Irmengild, eine Ordensschwester aus Thuine aufgebaut. „Als sie starb, wurde in ganz Russland für sie gebetet“, erklärt die Schulleiterin, die aus dieser Erinnerung das Vermächtnis ihrer Tante bewahren möchte.

An diesem Morgen waren die Eltern bereits früh in die Erich Kästner-Schule gekommen, um alle Spenden zu sortieren und einzupacken. „Wir hatten im Vorfeld gut einhundert Schuhkartons organisiert, in die die kleinen Geschenke verpackt wurden“, berichtet die Schulleiterin. Gespendet werden durften zum Beispiel Hygieneartikel wie Zahnbürste, Zahnpasta, Seife, aber auch Stifte, Malsachen, Spiele für draußen, Bälle, Gummitwist, gut erhaltenes Spielzeug, Kuscheltiere, die vorher gewaschen werden sollten, oder warme Winterbekleidung, beispielsweise Schals, Mützen, Handschuhe oder Socken. An Süßigkeiten durfte keine Schokolade, sondern nur Bonbons verschickt werden.

Stifte, Schuhe, Spielsachen

„Meine Mama hat in das Paket ein paar Schuhe, eine Jacke, ein T-Shirt und einen Pullover reingepackt, weil uns die zu klein waren“, erzählt Mariam aus der Klasse drei. „Ich habe ein paar Stifte mit Radiergummi und von meinem kleinen Bruder ein paar Spielzeuge mitgebracht. Und die Eltern haben alles schön verpackt“, sagt Tara strahlend. „Meine Mutter und ich haben ganz viele Schuhe für die Kinder in Russland eingepackt“, berichtet Filip und Mattis hatte ein paar Stifte abgegeben, „weil ich zu viele hatte.“ Zum Schluss wurde dann jeder Schuhkarton noch liebevoll mit Weihnachtsgeschenkpapier eingewickelt und markiert, ob das Päckchen für einen Jungen oder ein Mädchen sein sollte und für welches Alter und welche Größe.

Thomas Linkemeyer, der Vater einer Zweitklässlerin, hatte für diese Aktion nicht nur seinen Pkw zur Verfügung gestellt, sondern auch seinen Anhänger. Als dort die Kinder ihre Geschenke alle aufeinandergestapelt hatten, brachte Linkemeyer die Weihnachtspakete zur Lkw-Brücke nach Alfhausen. Ein Lkw der Caritas aus Alfhausen wird sie in Kürze nach Königsberg in Russland fahren. „Da ist Weihnachten etwas später. Die ehrenamtlichen Helfer haben auch persönliche Kontakte zu den Helfern vor Ort, sodass unsere Pakete dort wirklich eintreffen und verteilt werden. Auf diese Weise können wir anderen Kindern eine große Freude machen. Denn es herrscht dort immer noch eine sehr große Not“, erläutert Claudia Erpenbeck, die auch einen Brief in Russisch, sowie einen kleinen Text mit Weihnachtsgrüßen der Schüler, Eltern und Lehrer der Erich Kästner-Schule aus Bohmte mit auf die Reise schickte. Außerdem hatten die Kinder noch ein farbenfrohes Plakat gebastelt.


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