Abwechslungsreiche Liedauswahl Hunteburger Kirche war zum vierten Rudellobpreissingen proppenvoll

Von Christa Bechtel

Meine Nachrichten

Um das Thema Bohmte Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Hunteburg. Ob aus Engter, Venne, Damme, der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“, Bohmte und natürlich aus Hunteburg: Etliche Menschen strömten am Dienstagabend Richtung katholischer Dreifaltigkeitskirche in Hunteburg, denn alle wollten singen.

Da der Name „Rudelsingen“ dem kommerziellen Rudelsingen vorbehalten ist, nennen es die Hunteburger „Rudellobpreissingen“, zu dem sie jetzt in vierter Auflage in die alte Kirche der Kirchengemeinde eingeladen hatten. Das Singen und die Freude daran sowie das anschließende Zusammenbleiben am Lagerfeuer bei Bratwurst und Getränken stehen im Vordergrund bei dieser inzwischen äußerst beliebten Veranstaltung der Pfarreiengemeinschaft Bohmte-Hunteburg-Lemförde. Entstanden ist sie auf Initiative einiger Mitglieder des Pfarrgemeindrates, sodass das Rudellobpreissingen mittlerweile von vielen, auch über die Kirchengemeinde hinaus, getragen wird.

Zahlreiche Unterstützer

„Einige Gruppierungen aus der Kirchengemeinde haben sich mit eingebracht, sodass es wieder stattfinden kann“, freute sich Annette Kramer-Ströbel, die erneut die Gesamtorganisation übernommen hatte. Ihr besonderer Dank galt Unterstützern wie Getränke Schwarze, Hunteburg, „die uns den Bulli zur Verfügung gestellt haben“, aber auch der Kirchengemeinde für die Räumlichkeiten oder der Firma Anlagenbau Keil, die für die große Feuerschale sorgte. Unterstützung leiste zudem der Pfarrgemeinderat, der Kirchenvorstand, die Feuerwehr, Geschäftsleute, die Grillmannschaft mit Reinhold Michael, Ralf Kasper und Andreas Klöcker sowie Frauen für den Getränkeverkauf. „Wir haben auch etliche Strahler von der örtlichen Gruppierung ‘Come & Act‘ kostenlos bekommen“, weist Annette Kramer-Ströbel auf die wunderbare Illumination hin.

Da strahlte Moderatorin und Mitorganisatorin Beate Ellermann, als sie zum Auftakt sagen konnte: „Es ist wieder proppenvoll, das ist wirklich toll.“ Weiter erklärte sie, was Rudelsingen überhaupt bedeutet und verdeutlichte: „Wir haben ein buntes Programm von Liedern aus verschiedenen Bereichen mit eingängigen Melodien ausgewählt. Und wir brauchen eure Stimmen, egal ob hoch, tief, stimmfest oder nicht, das ist ganz egal. Es soll nur Spaß machen.“ Die Begleitung am Klavier übernahm wie immer kompetent Sven Streich-Bruning. Der jeweilige Text erschien dann, wie beim Karaoke per Beamer auf der Wand.

Von Mey bis Armstrong

Obligatorisch gestartet wurde an der Startbahn null-drei mit Wind Nord/Ost und dem unvergessenen Song von Reinhard Mey „Über den Wolken“. Den nächsten Song sang Hannes Wader immer zu Beginn seiner Konzerte: „Heute hier morgen dort.“ Einige Zeit später wurden sicher beim einen oder anderen Sänger Erinnerungen an die Schulzeit wach, als die Ode an die Freude, nämlich „Freude schöner Götterfunken“ erklang. Mit „Hab mein Wage vollgelade“ hatte das Team ein altes Volkslied-Schätzchen von 1841 ausgegraben. Während des schottischen Volkssongs „My bonnie is over the ocean“ wurde sogar spontan mit geschunkelt – und auf vielen Gesichtern lag inzwischen nur noch ein glückliches Lächeln.

Von den kleinen Glücksmomenten erzählt das Stück „What a wonderful world“, das Louis Armstrong weltberühmt machte. Natürlich durfte auch ein Kanon nicht fehlen. Zu „Danket, danket dem Herrn“ oder „Mache dich auf und werde Licht“ teilte Beate Ellermann die Besucher in vier Gruppen ein. Aber auch das alte Wiegenlied „Weißt du wie viel Sternlein stehen“ von 1867 fehlte ebenso nicht, wie Lieder, die auf die beginnende Weihnachtszeit einstimmten. Zwischendurch erklang dann mit begeistertem Klatschen „Pack die Badehose ein“. Mit zwei Abendliedern klang das rundum gelungene vierte Rudellobpreissingen aus, das sich jedoch mit Essen, Trinken und so manchem Klönschnack draußen fortsetzte.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN