„Auf dem Niveau bleiben“ Reiten in Hunteburg: Halle ein großer Gewinn

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Ein Leben mit Pferden daheim und im Verein in Hunteburg: Dirk Helling Foto; Winfried BeckmannEin Leben mit Pferden daheim und im Verein in Hunteburg: Dirk Helling Foto; Winfried Beckmann

Hunteburg. Auch wenn er den Begriff Macher nicht gern hört, ist er das, was man Macher nennt. Dirk Helling ist nicht per Zufall zum Reiten gekommen und 1. Vorsitzender im Reit- und Fahrverein Hunteburg geworden.

Hier hat der 54-jährige - im Beruf als Technik-Direktor im OKE-Konzern mit Sitz in Hörstel tätig - durch den Bau der Reithalle 2015 ein Zeichen gesetzt, wie er im Gespräch unserer Serie mit Vorsitzenden von Sportvereinen betont.

„Alles bezahlt“ sagt Helling heute nur drei Jahre nach dem Bau mit Verweis auf 80 Prozent Eigenleistung sowie mit Firmen aus der Region beim Blick zurück auf die Entscheidung mit dem Bekenntnis: „Ich habe mir das zugetraut - ich mit einer Clique“. In drei Jahren hätten sie finanziell „alles rausgeholt“, sodass der Verein sorgenfrei sieben Tage in der Woche die für Reiten unerlässliche eigene Halle nutzen könne.

Und da stehen Anfänger-Unterricht, Dressurunterricht (16 bis 20 Jahre), Therapeutisches Reiten (9 bis 11), Spielerisches Reiten (17 bis 21), Springunterricht (17 bis 21), Dressurunterricht (16 bis 18) und Spielerisches Reiten (16 bis 18) auf dem Wochenplan von Montag bis Freitag.

Trainings- und Übungsbetrieb

Über den Alltag im Trainings- und Übungsbetrieb hinaus lebt der Verein von und mit Turnieren sowie beispielhaft auch mit Zeltlager, Ferienspielen und Kutschenausfahrten. Kein Wunder, dass besonders Kinder auf das vielfältige Angebot abfahren und dabei „von selbst kommen“.

So geht es für Anfänger nur über Warteliste bei überwiegend Frauenpower mit Edda Klöcker, Kirsten Hengelsberg, Carina und Annika Diekhues sowie Dr. Peter Winkelmann stellvertretend im Vorstand, den Helling bewusst „verdoppelt“ hat, „denn mehr Leute können mehr bewegen und haben wieder eigene Netzwerke“.

Freund von Tier und Natur

Und packen weiter an, wenn es um Erhalt und Pflege von Halle und Abreiteplatz sowie Geräten bis hin zum eigenen Trecker geht, „damit Nachfolger somit kein Problem haben“, wie Helling betont, ohne dass daraus etwa Müdigkeit klingt. Schließlich ist er nicht nur Macher, sondern auch Freund von Tier und Natur, seit er selbst als Kind einmal beim Reiten schnupperte, dann mit seiner Tochter zum Reiten kam und alsbald den Ausgleich suchte und fand. So sind für ihn zumindest jeweils einmal pro Woche Reiten sowie Fahrsport angesagt sowie am Wochenende der Fahrdienst seiner Tochter zu Turnieren, wenn er nicht gerade Jagd als zweites Hobby pflegt.

Sport und Geselligkeit

So weiß er den Wert der Halle auch als aktiver Reiter zu schätzen mit dem ganzjährigen Betrieb und Training, womit auch Trainer eher zu bekommen sind, wenn dann das Niveau steigt in der Mischung aus Sport und Geselligkeit sowie im Miteinander, was in einem Verein mit rund 150 Mitgliedern, davon 80 aktiv, wertgeschätzt wird.

Entsprechend muss Helling bei der Frage nach einer Vision nicht lange nachdenken, denn für ihn zählt: „Auf dem Niveau wie jetzt bleiben“. Auf einem hohen Niveau, das er maßgeblich geprägt hat und mit Engagement weiter wahrt.


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