Landespolizeipräsident betont: Keine Schließung von Dienststellen im ländlichen Raum

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Pro Polizei in Hannover:  Die Wittlager Initiative Pro-Polizei war in der Landeshauptstadt zu Gast. Unser Foto zeigt von links Bürgermeister Klaus Goedejohann, Frank-Bruno Bleske, Karin Helm, Ann Bruns, Guido Pott (MdL), Volker Ribbe, Gerda Hövel (MdL), Ernst Busse (Sprecher Pro Polizei), Stephan Manke (Staatssekretär Innenministerium), Bernhard Witthaut (Polizeipräsident Osnabrück). Foto: Hendrik ChmielPro Polizei in Hannover: Die Wittlager Initiative Pro-Polizei war in der Landeshauptstadt zu Gast. Unser Foto zeigt von links Bürgermeister Klaus Goedejohann, Frank-Bruno Bleske, Karin Helm, Ann Bruns, Guido Pott (MdL), Volker Ribbe, Gerda Hövel (MdL), Ernst Busse (Sprecher Pro Polizei), Stephan Manke (Staatssekretär Innenministerium), Bernhard Witthaut (Polizeipräsident Osnabrück). Foto: Hendrik Chmiel

Hannover. Auf Einladung des SPD-Landtagabgeordneten Guido Pott besuchte die Initiative „Pro-Polizei im Altkreis Wittlage“ die Landeshauptstadt, um gemeinsam mit dem Staatssekretär des Innenministeriums, Stephan Manke, dem Landespolizeipräsidenten Axel Brockmann, dem Präsidenten der Polizeidirektion Osnabrück, Bernhard Witthaut, der Landtagsabgeordneten Gerda Hövel und dem Bohmter Bürgermeister Klaus Goedejohann im Landtag über das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger im Wittlager Raum zu sprechen.

„Das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung ist ein hohes Gut. Hier leistet die Initiative Pro-Polizei einen wichtigen Beitrag und ich bin dankbar für den kontinuierlichen Dialog, den wir heute fortsetzen konnten“, erklärte der Landtagsabgeordnete Guido Pott.

Der Sprecher von Pro Polizei, Ernst Busse, wies darauf hin, dass besonders der persönliche Kontakt und die Bürgernähe heute nicht mehr so ausgeprägt seien wie in der Vergangenheit. In diesem Zusammenhang äußerte die Initiative den Wunsch der Wiedereinführung einer zweiten permanenten Polizeistreife im Altkreis Wittlage. Staatssekretär Stephan Manke hob die Schaffung von zusätzlichen Stellen im Polizeidienst durch die SPD-geführte Landesregierung hervor. Bereits durch den Nachtragshaushalt 2018 würden zusätzliche 750 Stellen realisiert.

Kriminalitätsfurcht

Geplant ist, diese Zahl bis zum Jahre 2022 auf bis zu 3000 Stellen zu erhöhen. Diese werden auch der Präsenz und Interventionsfähigkeit der Polizei im ländlichen Raum zugutekommen. Landespolizeipräsident Axel Brockmann machte deutlich, dass keine Schließung von Polizeidienststellen im ländlichen Raum zur Debatte stünden und erläuterte zudem, wie sich die Polizeiarbeit unter anderem durch die Digitalisierung in den vergangenen Jahren verändert habe.

Des weiteren verwies er im Zusammenhang mit dem Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger auf die Aktivitäten des Landeskriminalamts im Bereich der Dunkelfeldstudie. Bei dieser werden alle zwei Jahre 40 0000 Bürgerinnen und Bürger zu deren unmittelbaren Erfahrungen befragt. Ziel ist es, so das Bild von der Kriminalitätslage im Land zu vervollständigen und bisherige Erkenntnislücken zu schließen. Abgefragte Themenfelder sind u.a. Erfahrungen mit Kriminalität, Kriminalitätsfurcht sowie Wahrnehmung und Bewertung von Polizeiarbeit. Die Ergebnisse der Dunkelfeldstudie dienen dazu, zielgenauere Präventionskonzepte zu etablieren und den Einsatz von personellen und sachlichen Ressourcen bei der Polizei zu verbessern. Zudem wurde deutlich, dass das Sicherheitsgefühl der Menschen nicht nur im Aufgabenbereich der Polizei liegt, sondern auch die Kommunen - als originäre Gefahrenabwehrbehörden - in der Verantwortung stehen und die Möglichkeiten des kommunalen Präventionsrates stärker ausgeschöpft werden müssen.

Weiter im Gespräch

Polizeipräsident Bernhard Witthaut, der bereits mehrfach Gespräche mit der Initiative führte, konnte berichten, dass für die beiden frei gewordenen Stellen, an den Polizeistationen in Bad Essen und Bohmte, dauerhafte Besetzungen und somit weitere vertrauensvolle Ansprechpartner für die Bürger gefunden werden konnten. Außerdem soll im kommenden Monat ein Gespräch zwischen den Bürgermeistern des Altkreises Wittlage und der Polizeidirektion stattfinden, um weitere Handlungsmöglichen zu diskutieren.

„Das heutige Gespräch hat gezeigt, dass sich das Land Niedersachsen im Bereich der Inneren Sicherheit auf einem guten Weg befindet. Neben der weiteren positiven Entwicklung der Kriminalstatistik ist auch das Sicherheitsgefühl eines unserer Kernanliegen. Hier gilt es besonders Bürgernähe, Präsenz und Präventionsarbeit im ländlichen Raum zu fördern, um das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu stärken“, so Guido Pott abschließend.


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