„Küster on Tour“ Hunteburger bleibt mit Figur im Miniatur Wunderland in Erinnerung

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"Küster on Tour": Die Figur mit dieser Aufschrift, die jetzt im Miniatur Wunderland in Hamburg steht, erinnert an den verstorbenen Hunteburger Rainer Storck. Foto: Miniatur Wunderland"Küster on Tour": Die Figur mit dieser Aufschrift, die jetzt im Miniatur Wunderland in Hamburg steht, erinnert an den verstorbenen Hunteburger Rainer Storck. Foto: Miniatur Wunderland

Hunteburg. Mit seinen Fotografien ist der Hunteburger Rainer Storck auch über das Wittlager Land hinaus bekannt geworden. Vor Kurzem ist der ehemalige Küster gestorben. Doch eine Figur im Miniatur Wunderland in Hamburg, die den Hunteburger darstellt, erinnert an ihn.

Im September starb Rainer Storck im Alter von 59 Jahren an Krebs. „Das kam sehr unerwartet für uns“, sagt Storcks Nichte Johanna Bick. Umso schöner sei es für die Familie, dass sich der Hunteburger noch einen großen Wunsch erfüllen konnte – und damit Verwandten und Freunden eine Anlaufstelle gab, an dem sie ihn auch nach seinem Tod noch besuchen können.  

Diese Anlaufstelle ist in Hamburg. Genauer: im Miniatur Wunderland in der Speicherstadt. „Mein Onkel ist viel gereist und war super gerne in Hamburg. Er wollte sich immer im Wunderland verewigen lassen“, sagt Bick. Anfang des Jahres fragte Storck deshalb dort an, ob die Betreiber eine Figur mit seiner typischen schwarzen Kleidung und dem Aufdruck „Küster on Tour“ auf der Anlage verewigen würden, erzählt Cornelia Klein vom Miniatur Wunderland. Denn Storck war Küster der St.-Matthäus-Kirchengemeinde Hunteburg und trug unterwegs häufig eine Jacke mit eben dieser Aufschrift.

Anfrage zunächst abgelehnt

„Aus Zeitmangel wegen der anstehenden Venedigeröffnung und da es uns unmöglich ist, all den Anfragen dieser Art nachzukommen, mussten wir diese Bitte zunächst leider ablehnen“, so Klein. Doch Storck ließ nicht locker. Im Juni fragte er erneut im Miniatur Wunderland nach. Es sei ihm ein großer Wunsch, zu seinem 60. Geburtstag im Januar doch noch auf der Anlage verewigt zu werden. „Im Gegenzug hatte er angeboten, etwas für einen wohltätigen Zweck in Hamburg zu spenden. Das hat uns schließlich überzeugt“, sagt Klein. Ausnahmsweise bauten die Betreiber den Hunteburger an dessen Wunschort, dem Museumshafen in Hamburg, nach.

Videogruß aus Hamburg

Und da steht sie nun: Eine Figur in schwarzer Hose, mit schwarzem Käppi – und schwarzer Jacke mit der Aufschrift „Küster on Tour". Sie blickt auf ein Schiff, das zur großen Hafenrundfahrt aufbricht. Zwar konnte der Hunteburger dem Wunderland keinen Besuch mehr abstatten, weil er ins Krankenhaus musste. Doch ein Freund sorgte dafür, dass er die Szenerie immerhin noch auf Video zu Gesicht bekam. „Ich kenne Gerrit Braun, einen der Gründer, und bat ihn, Rainer einen Videogruß zu schicken“, sagt Andreas Lorenz, der mit dem Hunteburger viele Reisen unternommen hat. 

Den Videorgruß postete Lorenz auch bei Facebook. Auf der Seite des Verstorbenen finden sich inzwischen mehrere Grüße von Wegbegleitern, die sich die Figur im Miniatur Wunderland angesehen haben. „Ich freue mich, dass ich vollenden konnte, was Rainer eingeleitet hat. Er hat sich im Wunderland verewigt und ist so weiter unter uns.“


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