Zweimonatliche Treffen Dystonie-Gesellschaft klärt in Espelkamp über Krankheit auf

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Mit ihren regelmäßigen Treffen auf Schloss Benkhausen möchte die Deutsche Dystonie Gesellschaft zur Aufklärung über die seltene Krankheit beitragen. Foto: Claudia HeckeMit ihren regelmäßigen Treffen auf Schloss Benkhausen möchte die Deutsche Dystonie Gesellschaft zur Aufklärung über die seltene Krankheit beitragen. Foto: Claudia Hecke

Espelkamp. Seit Ende September veranstaltet die Deutsche Dystonie Gesellschaft e.V. regelmäßig Infotreffen auf Schloss Benkhausen in Espelkamp. Ziel ist es, mit Betroffenen der seltenen Dystonie-Krankheit, Angehörigen und Ärzten ins Gespräch zu kommen und den Austausch untereinander zu fördern.

Dystonien sind Bewegungsstörungen, die im Gehirn verursacht werden. Erkrankte Personen reagieren häufig mit unwillkürlichen und anhaltenden Muskelanspannungen und Verkrampfungen, die zu ungewöhnlichen Körperhaltungen zum Beispiel des Kopfes oder der Hände und Füße führen können. Bei vielen Dystonie-Patienten sind auch Körperfunktionen wie etwa das Sehen, Sprechen oder Essen teils stark beeinträchtigt. Alltägliche Aktivitäten werden für die Betroffenen somit schnell zur Herausforderung.

Unbekannte Krankheit

Jeweils 30 bis 35 Menschen aus der Region Minden-Lübbecke sowie aus Bielefeld und Herford, nehmen regelmäßig an den regionalen Treffen der Deutschen Dystonie-Gesellschaft teil. Die Kosten für die Veranstaltungsräume übernimmt die gemeinnützige Paul-und-Karin-Gauselmann-Stiftung, um die Aufklärungsarbeit über die noch eher unbekannte Krankheit zu fördern.

„Wir halten es für sehr wichtig, diese zwar seltene, jedoch unheilbare Krankheit weiter in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken“, sagte Mario Hoffmeister, Leiter des Zentralbereichs Kommunikation, der die Gäste auf Schloss Benkhausen im Namen der Stiftung begrüßte. „Unsere zweimonatlichen Treffen, die wir ab sofort sonntags auf Schloss Benkhausen veranstalten werden, ermöglichen uns, noch mehr Menschen für die Krankheit zu sensibilisieren“, ergänzte Regine Nickel-Heidsiek, Leiterin der Dystonie Selbsthilfegruppe Minden-Lübbecke (SHG).

Praktische Übungen

Bei dem ersten Treffen auf Schloss Benkhausen zeigte unter anderem eine Physiotherapeutin praktische Übungen, die Krämpfe lindern und Muskeln lockern können. „Eine große Rolle spielt für uns auch der Kontakt zu Ärzten und Therapeuten“, erläuterte Hedwig Hagg, Vorsitzende der Deutschen Dystonie Gesellschaft. Nur wenn diese die Symptome der Erkrankung erkennen, könne den erkrankten Menschen die richtige therapeutische Hilfe zuteilwerden.

Weitere Informationen über die Dystonie-Erkrankung oder die Arbeit der Deutschen Dystonie Gesellschaft gibt es bei Regine Nickel-Heidsiek unter der E-Mail info@dystonie.de oder bei Ing-Marie Bauckhage, stellvertretende Leiterin der Selbsthilfegruppe Minden-Lübbecke, unter ingmarie.bauckhage@rg.dystonie.de.


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