Sachstand zum Breitbandausbau Schnelles Internet: Bis Ende 2018 in Bohmte viel geschafft

Meine Nachrichten

Um das Thema Bohmte Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Für den Breitbandausbau im Altkreis Wittlage ist jede Menge Technik erforderlich. Foto: Karin KemperFür den Breitbandausbau im Altkreis Wittlage ist jede Menge Technik erforderlich. Foto: Karin Kemper

Bohmte. In der Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planen und Umwelt der Gemeinde Bohmte informierte Stephan Simon vom Landkreis Osnabrück über den Sachstand des Breitbandausbaus. Er betonte: „Inzwischen sind wir ein paar Schritte weiter als beim vorherigen Besuch in Bohmte.“

Als entscheidende Herausforderung bezeichnet Simon im Bohmter Kotten die Tatsache, dass der Landkreis Osnabrück etwa die Größe des Saarlandes hat. Die Ortskerne seien in der Regel gut versorgt, aber die starke Besiedlung in der Fläche mache die Versorgung durchaus schwierig. Er verwies darauf, dass die Telkos, die kreiseigene Gesellschaft, die für den Netzausbau zuständig ist, nur dort tätig werden dürfe, wo keine 30 Mbit/s erreicht würden. Wie enorm die technische Entwicklung fortschreitet, zeige sich daran, dass 2009 noch die Grenze von 2 Mbit/s gegolten habe.

39 Millionen Euro

Angestrebt wird ein Kabelverzweigeraufbau (das sind die Technikschränke und die letzten Schaltstellen vor dem Hausanschluss), der Kupfer- durch leistungsfähigere Glasfaserkabel ersetzt. Ursprünglich habe sich deren zahl auf rund 260 belaufen, inzwischen habe sich aber der Markt der privaten Anbieter bewegt. Dadurch sank die Zahl der Kabelverzweiger, die die Telkos erstellt, auf rund 120.

Derzeit, so Simon, laufe die Umsetzung der 1. Ausbauphase, in die landkreisweit 39 Millionen Euro fließen.

Fertigstellung

Der Start erfolgte im Mai 2018 mit dem ersten symbolischen Spatenstich in Bad Essen-Brockhausen. Ziel sei, die Maßnahme bis Mitte 2019 abzuschließen. Bis dahin würden 575 Kilometer Netzleitung verlegt, 124 Kilometer davon in vorhandenen Leerrohren, der Rest im Tiefbau. Das Netz werde dabei so dimensioniert, dass es die Basis weiterer Ausbaustufen bilde. Absehbar, so Simon sei, dass es zu Mehrkosten kommen werde. Derzeit sei davon auszugehen, dass sich der Bund daran mit 43 Prozent beteiligen werde.

Unterquerung der Bahn

Kabelverzweiger sollen an der Herringhauser Straße 13, Im Mittelkamp 13, Bramscher Weg 6 und 20, Meyerhöfener Straße 2 und Dammer Straße 39 entstehen. Die direkte Verbindung kommt aus Richtung Heithöfen, wo sich ein Koppelpunkt befindet, durch die Bohmterheide in Richtung Hunteburg. Ein Problem unterwegs: Die Bahn muss unterquert werden.

Insgesamt zeigte sich Simon in der Ausschusssitzung optimistisch: „Wenn alles klappt, ist bis Ende 2018 in Bohmte ein Großteil fertiggestellt.“

Zweiter Ausbauschritt

Dem wiederum soll ein zweiter Ausbauschritt folgen. Vorgesehen ist, weitere 31,5 Millionen euro zu investieren. Jeweils 15 Millionen entfallen dabei auf den Bund und den Eigenanteil des Landkreises, 1,5 Millionen auf Pachterträge. Vorgesehen ist, weitere 500 Kilometer Netzlänge zu installieren. Vorsorgt werden sollen damit 3600 FttB-Adressen (direkter Anschluss mit Glasfaser bis ins Haus). Profitieren sollen auch rund 160 Gewerbebetriebe und fünf Schulen. Ziel sei, nach der ersten Ausbaustufe direkt weiterzumachen.

Gigabitfähige Anschlüsse

Für die Zukunft haben sich Land und Bund noch mehr vorgenommen: Bis zum Jahr 2025 sollen flächendeckend gigabitfähige Anschlüsse vorhanden sein. Derzeit gebe es aber in der Gemeinde Bohmte noch 322 Internetadressen, die unter 30 Mbits/s lägen. Im gesamten Landkreis Osnabrück seien es 6860. Um die Bereiche, die „richtig zersiedelt sind“, zu versorgen, seien die Kosten mit 156 Millionen Euro berechnet.

.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN