Teilnehmer wählen den Vorstand Nächster Schritt der Flurbereinigung Bohmte-Nord steht an

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Die Hunte und die direkt angrenzenden Flächen (wie hier im Bereich der Straße Im Sundern zwischen Bohmte und Hunteburg) bilden bei der Flurbereinigung Bohmte-Nord einen wichtigen Aspekt.Foto: Karin KemperDie Hunte und die direkt angrenzenden Flächen (wie hier im Bereich der Straße Im Sundern zwischen Bohmte und Hunteburg) bilden bei der Flurbereinigung Bohmte-Nord einen wichtigen Aspekt.Foto: Karin Kemper

Bohmte. Zwischen der Übergabe des Schreibens, das bestätigt, dass die Flurbereinigung Bohmte-Nord in das niedersächsische Flurbereinigungsprogramm 2018 aufgenommen ist, und der Wahl des Vorstandes liegen gut drei Monate. Termin ist der 13. September.

An einem hat sich seitdem trotz der Verfahrensfortschritte wenig geändert: Es mangelt an Regen für die Kulturen der Landwirte. Schon bei der Übergabe des positiven Bescheids hatte Franz-Josef Sickelmann, der Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung, im Bohmter Rathaus gesagt: „Ich bin gern gekommen, ich hätte aber noch lieber Landregen mitgebracht.“

2,7 Millionen Euro

Obwohl die Mittel nach Angabe des Experten derzeit eher zu knapp bemessen seien, ist für die Flurbereinigung Bohmte-Nord eine Fördersumme von 2,7 Millionen Euro veranschlagt. Das belegt die Bedeutung der Maßnahme. Zusammen mit den ebenfalls erforderlichen Eigenleistungen bedeutet das ein Investitionsvolumen von rund 3,5 Millionen Euro. Vorgesehen ist unter anderem der Ausbau von rund 30 Kilometern Wirtschaftswegen, um den steigenden Belastungen (teilweise auch durch Schulbusse) gerecht zu werden – auf den vorhandenen Trassen.

Einleitungsbeschluss

Mit der Genehmigung des Flurbereinigungsprogramms 2018 durch das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz wurde grünes Licht für die Einleitung der Vereinfachten Flurbereinigung Bohmte-Nord gegeben. Der Einleitungsbeschluss ist zum 15. August 2018 erfolgt.

Das Verfahrensgebiet liegt im Bereich der Gemeinde Bohmte und umfasst Teile der Gemarkungen Welplage und Bohmte und in geringem Umfang Teile der Gemarkungen Meyerhöfen und Herringhausen. Es sind rund 450 Grundeigentümer an der Flurbereinigung beteiligt, das Gebiet hat eine Größe von rund 2407 Hektar.

Dümmersanierung

Ebenfalls ein nach wie vor wichtiger Aspekt: die Zusammenlegung von landwirtschaftlichem Grundbesitz, um die Produktions- und Arbeitsbedingungen nachhaltig verbessert. Ein weiterer Schwerpunkt, so das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL): Durch die Neuordnung von Grund und Boden im Verfahrensgebiet sollen die unterschiedlichen Nutzungsansprüche sozialverträglich entflechtet werden. Insbesondere sollen Maßnahmen zur Sanierung des Dümmers durch ein geschicktes Bodenmanagement ermöglicht werden. Stichworte sind Schutz und ökologische Verbesserung der Fließgewässer, insbesondere der Hunte, Ausweisung von Gewässerrandstreifen und Anlage von Altarmen und Sekundärauen. Ein weiteres Ziel, so das ArL, sei es durch Bodenneuordnung die gemeindlichen Planungen zu unterstützen, die Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege zu berücksichtigen sowie die bestehende Erholungsfunktion des Raumes weiter zu entwickeln.

Wahl am Donnerstag

Als Nächstes wird der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft gewählt, der die gemeinschaftlichen Angelegenheiten der beteiligten Grundeigentümer wahrnehmen wird. Der Vorstand besteht aus fünf Mitgliedern und fünf Stellvertretern. Die Wahl erfolgt am Donnerstag,13. September 2018, in Bohmte im Landgasthaus Gieseke-Asshorn.


Verfahrensgebiet Flurbereinigung Bohmte-Nord

Das zukünftige Flurbereinigungsgebiet wird gut 2400 Hektar groß sein. Es umfasst Teile der Gemarkungen Bohmte und Welplage sowie etwas kleinere Flächen von Meyerhöfen und Herringhausen.

Das Verfahrensgebiet liegt nordwestlich der Ortschaft Bohmte, verläuft westlich entlang der Gemarkungsgrenze Herringhausen/Bohmte, schwenkt dann auf die Gemeindegrenze zwischen Ostercappeln und Bohmte Richtung Norden bis zur L 79. Die Grenze verläuft dann entlang der Landesstraße bis zur B 51. Von dort läuft sie Richtung Süden entlang der Landesgrenze zur Nordrhein-Westfalen beziehungsweise der B 51, nördlich von Bohmte weiter nach Osten entlang der Landesgrenze bis zu Haldemer und Leverner Straße. Von der L 81 verläuft die Grenze dann nördlich der Ortschaft Bohmte bis zur Bahnlinie, die die südöstlichste Begrenzung bildet.

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