Öffentlich-Private-Partnerschaft Fünf neue Feuerwehrhäuser für 10,6 Millionen Euro

Von Sonja Rohlfing

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Vorzeigeprojekt: Raimund Küster (Feuerwehr Levern, v.l.), Rainer Mösemeyer (Feuerwehr Niedermehnen), Marcus Pansing (Leiter Rettungswache Rahden), Gemeindebrandmeister Joachim Lübke, Kreisbrandmeister Michael Schäfer, Uwe Oberländer (Feuerwehr Sundern), Bürgermeister Kai Abruszat, Kreisdirektorin Cornelia Schöder und Bauunternehmer Karl-Heinrich Depenbrock setzen mit ihrem Spatenstich ein Zeichen für das interkommunale Projekt Feuerwehrgerätehaus mit Rettungswache des Kreises in Levern. Foto: Sonja RohlfingVorzeigeprojekt: Raimund Küster (Feuerwehr Levern, v.l.), Rainer Mösemeyer (Feuerwehr Niedermehnen), Marcus Pansing (Leiter Rettungswache Rahden), Gemeindebrandmeister Joachim Lübke, Kreisbrandmeister Michael Schäfer, Uwe Oberländer (Feuerwehr Sundern), Bürgermeister Kai Abruszat, Kreisdirektorin Cornelia Schöder und Bauunternehmer Karl-Heinrich Depenbrock setzen mit ihrem Spatenstich ein Zeichen für das interkommunale Projekt Feuerwehrgerätehaus mit Rettungswache des Kreises in Levern. Foto: Sonja Rohlfing

Levern. Fünf neue Feuerwehrgerätehäuser baut Bohmtes westfälische Nachbargemeinde Stemwede „in einem Rutsch“. Hinzu kommt eine Rettungswache für den Kreis Minden-Lübbecke, die an das Gerätehaus in Levern an der L 770 angedockt wird.

Die neuen fünf Feuerwehrgerätehäuser in Stemwede soll den Kameraden der ehrenamtlichen Wehr gute Räumlichkeiten und gute Arbeitsbedingungen für ihre verantwortungsvolle Aufgabe geben. Lob gab es auch von Minden-Lübbeckes Kreisdirektorin Cornelia Schöder. Sie halte es für ein Vorzeigeprojekt, die neue Rettungswache des Kreises am Gerätehaus in Levern als Außenstelle der Wache in Rahden errichten zu dürfen.

Der Kreis als Mieter

„Dies ist ein gelungenes Projekt für die interkommunale Zusammenarbeit“, unterstrich die Kreisdirektorin. „Wir werden durch die Verlagerung unseres Standorts von Haldem nach hier sehr viel näher und schneller unsere Einsätze fahren können“, erklärte Cornelia Schöder beim symbolischen Spatenstich. Die Gemeinde Stemwede ist Bauherr der Rettungswache, der Kreis zieht als Mieter ein.

Stemwedes Gemeindebrandmeister Joachim Lübke erläuterte: Die alten Gerätehäuser größtenteils aus den 1950er Jahren entsprächen nicht dem aktuellen Brandschutzbedarfsplan. Mit den Neubauten werden die bisherigen 13 Standorte auf acht reduziert. Dafür haben sich benachbarte Löschgruppen zusammengeschlossen. Ziel der Zusammenlegung sei es insbesondere, die Tagesverfügbarkeit zu verbessern, erklärte Joachim Lübke.

ÖPP-Pilotprojekt

In das vom Bund anerkannte Pilotprojekt in Öffentlich-Privater-Partnerschaft (ÖPP) investiert die Gemeinde 10,6 Millionen Euro. Von Anfang an sei klar gewesen, dass Stemwede mit diesem Projekt Neuland betrete. „Es gab inner- und außerhalb unserer Gemeinde auch Skeptiker“, erinnerte Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat und stellte klar. „Wir sind Bauherr, wir sind Grundstückseigentümer und wir haben einen starken Partner an unserer Seite.“ Den Gesamtauftrag hat nach EU-weiter Ausschreibung das Stemweder Unternehmen Depenbrock erhalten. Zum Festpreis, wie Abruszat schon bei der Unterzeichnung des Projektvertrages im Frühjahr betonte. Binnen 15 Jahren will die Gemeinde den Festpreis aus dem Haushalt bedienen.

Nach den Plänen der Architekten Brüchner-Hüttemann-Pasch aus Bielefeld gliedern sich alle fünf neuen Feuerwehrgerätehäuser in zwei Baukörper: einen Sozialtrakt aus massivem Mauerwerk mit einer Verblendfassade sowie die Fahrzeughallen als Stahlkonstruktion mit Sandwichpanel. Überall wird es eine Schwarz-weiß-Trennung geben. Darüber hinaus sind Absauganlagen, Stiefelwaschanlagen und Trocknungsräume für Einsatzkleidung vorgesehen. Alle Häuser erhalten einen Schulungsraum mit Medienausstattung, ein Büro, eine Küche sowie die erforderlichen Sanitär- und Umkleideräume. Ferner ist jeweils eine Werkstatt mit Lager vorgesehen.

Sichtbares Zeichen

„Das Bauen vor Ort ist uns sehr willkommen“, unterstrich Unternehmer Karl-Heinrich Depenbrock. Für die Gemeinde seien die fünf Neubauten ein sichtbares Zeichen für Zukunft und Fortschritt und nicht zuletzt für die Sicherheit der Menschen. Die Bauzeit für die neuen Häuser werde etwa elf bis zwölf Monate betragen, teilte der Bauunternehmer mit. „Wir werden weitgehend parallel arbeiten.“ Geplanter Schlusstermin sei der 29. Oktober 2019. Als Generalunternehmer habe die Depenbrock Partnering GmbH & Co. KG nicht nur das Bauen übernommen, sondern auch die Planung, die Zwischenfinanzierung und das Gebäudemanagement für 15 Jahre.


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