Geschäftsführer verabschiedet Schwegermoor GmbH feiert ihr 50-jähriges Bestehen

Meine Nachrichten

Um das Thema Bohmte Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Blicken optimistisch in die Zukunft der Schwegermoor GmbH: Günter Obermeyer (links, Schwegermoor), und Norbert Siebels (Klasmann-Deilmann). Foto: Robert DylkaBlicken optimistisch in die Zukunft der Schwegermoor GmbH: Günter Obermeyer (links, Schwegermoor), und Norbert Siebels (Klasmann-Deilmann). Foto: Robert Dylka

Schwegermoor. Mit einem großen Familienfest hat die Schwegermoor GmbH ihr Jubiläum zum 50-jährigen Bestehen gefeiert. Zugleich verabschiedete sie Norbert Siebels, der seit 1990 Geschäftsführer des Unternehmens und der gesamten Klasmann-Deilmann-Gruppe gewesen war.

Weit mehr als einhundert Beschäftigte und Angehörige genossen einen Tag auf dem Betriebsgelände, das im Western-Style dekoriert war und ein Barbecue vom mobilen Smoker, Bull-Riding und viele weitere Wildwest-Aktivitäten bot. „Die Schwegermoor GmbH spielt eine besondere Rolle für Klasmann-Deilmann“, sagte Norbert Siebels in seiner Festrede. „Über Jahrzehnte hinweg hat sich der Standort auf die Produktion von Blumenerden spezialisiert – das wissen unsere Kunden zu schätzen.“

Anfänge im Jahr 1910

Die Wurzeln der Schwegermoor GmbH reichen bis ins Jahr 1910 zurück, als die „Hannoversche Kolonisations- und Moorverwertungs- Aktiengesellschaft“, abgekürzt „Hakumag“, ein Kraftwerk in Bohmte errichtete, um Stickstoffdünger aus der Moorverschwelung zu gewinnen. 1968 wurde die „Torfwerk Schwegermoor GmbH & Co. KG“ gegründet, die als Schwegermoor GmbH seit 1998 vollständig zur Klasmann-Deilmann-Gruppe gehört. Geschäftsführer ist seit 2006 Günter Obermeyer. Für Norbert Siebels, der nach 28 Jahren aus dem Unternehmen ausscheidet, wurde Bert von Seggern zum Geschäftsführer der Schwegermoor GmbH berufen.

Blumenerden und Rindenprodukte

Mit derzeit 36 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern produziert das Unternehmen etwa 300.000 Kubikmeter Blumenerden und Rindenprodukte pro Jahr. Wichtigster Rohstoff ist Torf aus eigenen Flächen. Jedes Jahr werden hier rund 20.000 Kubikmeter Sodentorf und 130.000 Kubikmeter Frästorf gewonnen.

Alternative Ausgangsstoffe

„Gleichzeitig ändert sich die Zusammensetzung der Blumenerden. In jüngster Zeit werden bereits rund 40 Prozent alternative Ausgangsstoffe wie Holzfasern und Grünkompost genutzt – eine Entwicklung, die wir begrüßen und unterstützen“, so Norbert Siebels. Seit 1990 betreibt Schwegermoor eine Kompostierungsanlage für Grünreststoffe und stellt pro Jahr etwa 40.000 Kubikmeter gütegesicherten Grünkompost her, der den Blumenerden beigemischt wird. Hinzu kommt in diesem Jahr eine Holzfaser-Anlage. „Diese Investition führt Schwegermoor weiter in die Zukunft“, sagte Geschäftsführer Günter Obermeyer. Für das kommende Jahr erwarten wir eine Produktionsmenge von etwa 10.000 Kubikmetern Holzfasern, in der Spitze werden es zukünftig bis zu 45.000 Kubikmeter pro Jahr sein. „Mit unseren eigenen Rohstoffen in höchster Qualität können wir auf die steigende Nachfrage nach sogenannten Bio-Erden und torfreduzierten Blumenerden reagieren“, so Obermeyer.

Fazit der Festrede

Am Ende der Festrede fasste Norbert Siebels zusammen: „Schwegermoor ist mit 50 Jahren ein wirklich jung gebliebenes Unternehmen – weil Schwegermoor auf der Höhe der Zeit bleibt und weil Schwegermoor eine Perspektive behält. Und ein Unternehmen mit Zukunft bleibt jung.“


Zur Geschichte

Am 20. März 1968 ließen Franz Meinen und Fritz Wernet die „Torfwerk Schwegermoor GmbH & Co. KG“ ins Handelsregister eintragen. Dies gilt als das Gründungsdatum der heutigen „Schwegermoor GmbH“.

1986 beteiligte sich die frühere Klasmann Werke GmbH zu einem Drittel am Torfwerk. Der Standort bekam eine eigene Substratfabrik. Klasmann übernahm die Vermarktung der Torfballen und von Blumenerden.

Im Juni 1996 nahm die „Kompostierungsgesellschaft Region Osnabrück“ (KRO) den Betrieb direkt am Werksstandort auf. Der erste „Biokompost“ wurde 1998 produziert. Schwegermoor war mit 10 Prozent an der KRO beteiligt und hatte die Betriebsführung. Im Juni 2014 brannte die Anlage nieder. Zurzeit wird eine neue Anlage gebaut, die jedoch nicht mehr durch die Schwegermoor GmbH betrieben wird.

1998 wurde das Unternehmen als 100-prozentige Tochtergesellschaft in die Klasmann-Deilmann-Gruppe integriert.

Im Jahr 2001 erfolgte die Umfirmierung in „Schwegermoor GmbH“.

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN