Landtagsabgeordneter vor Ort Konzept der Bohmter Astrid-Lindgren-Schule überzeugt

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Vor der Schule: Von links,  Ortsbürgermeister Thomas Rehme, Ruth Heidemann, Guido Pott und Schulleiter Jürgen Peters. Foto: Verena StockhoffVor der Schule: Von links, Ortsbürgermeister Thomas Rehme, Ruth Heidemann, Guido Pott und Schulleiter Jürgen Peters. Foto: Verena Stockhoff

Bohmte. Der SPD-Landtagsabgeordnete Guido Pott besuchte gemeinsam mit Ortsbürgermeister Thomas Rehme die Astrid-Lindgren-Schule. Eindrucksvoll stellten Schulleiter Jürgen Peters sowie Ruth Heidemann und Thomas Korte das Konzept der Schule vor.

„Die Schülerinnen und Schüler werden nach ihren individuellen Bedürfnissen beschult. Dadurch stehen ihnen die Wege zu weiteren schulischen Abschlüssen oder in den ersten Arbeitsmarkt offen“, besonders die Betriebspraktika seien dabei von unschätzbaren Wert. „Insgesamt leistet die Schule einen wertvollen Beitrag zur tatsächlichen gesellschaftlichen Teilhabe der Schülerinnen und Schüler“, lobt der Landtagsabgeordnete Guido Pott.

Einzelfallbeispiele

Eindrucksvoll machte Schulleiter Peters anhand von Einzelfallbeispielen die Notwendigkeit solcher Einrichtungen für Kinder mit Förderbedarf deutlich. Pott resümiert nach seinem Besuch: „Es gibt hier nicht nur Kinder mit starken körperlichen und geistigen Problemen, sondern teils auch tief traumatisierte Schülerinnen und Schüler, die innerhalb kürzester Zeit schon verschiedene Schulbesuche an Regelschulen hinter sich haben. Für diese ist es wichtig, endlich eine Konstante in ihrem Leben zu finden. Diese finden sie in der Astrid-Lindgren-Schule.“

Geistige Entwicklung und Lernen

Insgesamt werden in der Astrid-Lindgren-Schule 130 Schülerinnen und Schüler in 16 Klassen aus den umliegenden Gemeinden beschult. Dabei setzt die Schule sowohl auf den Schwerpunkt Geistige Entwicklung als auch auf den Schwerpunkt Lernen. Letzterer wurde im Februar durch die Novelle des Niedersächsischen Schulgesetzes seitens der rot-schwarzen Landesregierung bis 2028 unter Bestandsschutz gestellt: Das bedeutet, dass der Schulträger die Möglichkeit hat, ein Fortlaufen des Förderbereichs Lernen beim Land zu beantragen.

Damit konnten ab dem 1. August dieses Jahres und werden letztmalig zum Schuljahresbeginn 2022/2023 Schülerinnen und Schüler mit dem Förderbedarf Lernen wieder in der 5. Klasse von Förderschulen aufgenommen. „Durch diese Regelung bekommen unsere Schulen und kommunalen Schulträger, in unserem Falle der Landkreis Osnabrück, mehr Zeit um Inklusionskonzepte zu erstellen und diese in die Praxis umsetzen“, erläutert Guido Pott.

In der Kreispolitik

In der Kreispolitik sei man sich über den Wert dieses zeitlichen Aufschubs einig, betonten Pott und Rehme, die beide auch Kreistagsabgeordnete im Osnabrücker Kreistag sind: So habe der Bildungsausschuss sich bereits im Februar 2018 ein-stimmig auf die Fortführung der bestehenden Förderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen geeinigt, sofern an diesen Schulen ausreichend Schüler vorhanden sind.

Verantwortung der Landespolitik

Abschließend betonte Pott: „Bildung ist bekanntlich Ländersache. Umso wichtiger ist es, dass wir Landespolitiker mit den regionalen Schul en in Kontakt stehen. Diese liefern einen enormen Erfahrungsschatz, auf den wir in der Bildungspolitik zurückgreifen sollten. Als Landtagsabgeordneter gilt es, hier ein Ohr für die Sorgen, Probleme und Anregungen der Schulen und Schulträger zu haben und ihre Anliegen mit nach Hannover zu nehmen.“


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