Bauernhof wie zu Omas Zeiten Kathinka Luckmann und Gerd Lammers öffneten die Pforten zu ihrem Hof in Sundern

Von Heidrun Mühlke

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Levern. Für Kathinka Luckmann und ihren Mann Gerd Lammers ist das weitläufige Gartengelände in Sundern viel mehr als nur ein lieb gewonnenes Hobby. Hier leben auch etliche Tiere, die täglich versorgt werden müssen. Neben den Pferden, zwei Araber, „Leica“ und „Siam“, eine Konikstute „Gaja“ ihrem Jährling „Muna“ und dem Norweger „Fjordi“ freuen sich auch Schafe, Hühner, Laufenten und der Hund „Janosch“ über das Leben auf dem Bauernhof.

Am Wochenende haben die kreativen Hofbesitzer – sie betreiben eine Keramikwerkstatt – ihre Pforten für Besucher im Rahmen der bundesweiten Aktion „Offener Garten“ geöffnet. Und die Gäste fühlten sich ein Stück weit in eine andere Welt versetzt. Da scharrte der Hahn noch auf dem Misthaufen, die Schafe hatten sich ein schattiges Plätzchen gesucht und die Laufenten watschelten zielstrebig über das Gelände.

„Wegen der anhaltenden Trockenheit ist es schwierig für die Tiere Futter auf dem Hof zu finden“, erklärte Luckmann. Für die bretonischen Zwergschafe würden sie täglich von einem in der Nähe gelegenen Graben frisches Gras holen und den Tieren ein bis zwei Schubkarren mit dem saftigen Grün bringen. „Die bretonischen Zwergschafe gehören zu den kleinsten Schafrassen der Welt“, weiß Kathinka Luckmann. Als Nutztiere seien die Schafe nicht effektiv, darum würden Schäfer sie nicht halten und sie würden mit den Jahren immer mehr von der Bildfläche verschwinden.

Lieb gewonnenes Hobby

„Bei uns brauchen Sie nicht effektiv zu sein“, erklärte Luckmann. Für sie und ihren Mann seien diese alten Haustierrassen ein lieb gewonnenes Hobby. Aus alten Baumstämmen und Brettern haben sie einen kleinen Agility-Park für die Schafe sowie die Hühner, die zu der alten Hühnerrasse „Ostfriesische Silbermöwen“ zählen, aufgebaut. „Das nehmen die Tiere gerne an und spazieren über die Holzbretter“, freute sich Luckmann.

Arg in Mitleidenschaft gezogen durch die Trockenheit ist der Gemüsegarten. „Wir haben zwar etliche Kannen Wasser an die Pflanzen und Obstbäume auf der Streuobstwiese gegossen, aber durch die Hitze und Dürre ist vieles vertrocknet“, klärte Luckmann die Besucher auf. Mit der Trockenheit gut zurechtgekommen hingegen seien Himbeeren, hier habe sie so viel geerntet wie selten zuvor. „Auch die Tomaten mögen die Wärme“, sagte sie und präsentierte stolz die dicken Früchte.

Für Kathinka Luckmann und Gerd Lammers war es das erste Mal, dass sie sich an der Aktion der offenen Gärten beteiligten. Welch ein Glück für die Besucher, die das Angebot gerne in Anspruch nahmen. „Es ist hier wie damals auf dem Bauernhof meiner Großmutter“, freute sich eine Besucherin, die sich Kaffee und Kuchen, natürlich von handgetöpferten Geschirr, schmecken ließ und einen Plausch unter Gartenfreunden hielt.


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