Früherer Erntebeginn Deutlich weniger Mais im Wittlager Land

Von Martin Nobbe

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Altkreis Wittlage. Rund drei Wochen früher als üblich hat vielerorts die Maisernte begonnen. Grund hierfür ist die seit dem Frühjahr andauernde Trockenheit und die hochsommerliche Hitze, die Spuren in den Beständen auch im Wittlager Land hinterlassen haben.

Deutlich früher, deutlich weniger – so lassen sich die Erwartungen an die Maisernte in Niedersachsen zusammenfassen. Die aus Südamerika eingebürgerte Futterpflanze kommt nach Mitteilung des Landvolkverbandes mit Hitze und Trockenheit im Allgemeinen ganz gut zurecht, aber in diesem Jahr wurde es auch dem eigentlich robusten Mais zu viel. Landesweit rechnet die Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen mit Ertragseinbußen von etwa 30 Prozent. 2017 waren zwischen Ems, Elbe und Harz rund 25 Millionen Tonnen Silomais geerntet worden.

Auf rund 600 000 Hektar (ha) wurde dieses Jahr in Niedersachsen Mais angebaut. Dies entspricht gut einem Fünftel der landwirtschaftlich genutzten Fläche. Gute 300 000 ha Mais werden als Silomais für Milchkühe und für die Bullenmast eingesetzt. Der Silomais von weiteren gut 200 000 ha wird in Biogasanlagen zur Gas-, Strom- und Wärmeerzeugung genutzt.

Die restlichen Flächen werden in Jahren mit normalen klimatischen Bedingungen in der Regel erst später als Körnermais mit Mähdreschern geerntet und vorwiegend in der Geflügel- und Schweinefütterung eingesetzt.


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