Ausbildung in Erster Hilfe Aktive des DRK Bohmte beeindrucken Gast aus Bad Iburg

Von Karin Kemper


Bohmte. Was fällt nicht nur einem Bundestagsabgeordneten schnell beim Thema DRK ein? Richtig: Erste Hilfe und Blutspende. Im Bohmter DRK-Zentrum überzeugte sich Matthias Seestern-Pauly, Bundestagsabgeordneter der FDP, was darüber hinaus dort geleistet wird – komplett ehrenamtlich.

Ausgangspunkt für den Besuch ist das Bestreben, den Wahlkreis, den er in Berlin vertritt, besser kennenzulernen. Empfangen wurde Seestern-Pauly am Gützkower Ring, wo das DRK-Zentrum beheimatet ist, von Daniela Düvel, der Vorsitzendes der FDP Wittlager Land. Bereitschaftsleiter Yannick Brockmeyer, Michael Unthan, Jürgen Kluge und Thomas Gering informierten über die vielfältigen Aufgaben des DRK. Ein Rundgang mit Vorstellung der Einsatzfahrzeuge durfte trotz Hitzegraden nicht fehlen.

Rot-Kreuz-Gemeinschaften

Zu den Aufgaben des örtlichen DRK gehört die Fortbildung und Breitenausbildung in Erster Hilfe. Sanitätsgruppe, die Gruppe Information und Kommunikation (IuK), Sozialgruppe, Seniorengruppe und Jugendrotkreuz bilden die DRK-Gemeinschaften.

Im Gespräch machte Seestern-Pauly deutlich, dass er eine allgemeine Dienstpflicht kritisch sehe. Die Frage, was er sich vorstellen könne, um Anreize zu bieten, sich langjährig bei einer Hilfsorganisation zu verpflichten, meinte er: „Ich halte eine Anrechnung auf Wartezeiten beim Studium für denkbar.“

Erste-Hilfe-Ausbildung

Während rund 30 Aktive der Bereitschaft angehören, gibt es zehn ehrenamtliche Erste-Hilfe-Ausbilder und weitere Ausbildungshelfer. Ausbildungsbeauftragter Jürgen Kluge betonte: „Wir bilden pro Jahr 1300 Menschen in Erster Hilfe aus und fort.“ Dazu gehören auch Termine in Schulen und Firmen.

Bürokratische Hindernisse

Der Gast, der aus Bad Iburg stammt, zeigte sich beeindruckt. Seestern-Pauly: „Eine Unterstützungsstruktur muss Einzug halten. Die freiwillige Arbeit darf nicht durch bürokratische Hindernisse wie die neue Datenschutzgrundverordnung immer weiter belastet werden.“ Beim Abschied hieß es: „Danke für die Arbeit, die Sie leisten. Davon lebt unsere Gesellschaft.“


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