Gespräche laufen Realistische Chance für ein Schwefelbad Levern?

Von Andreas Schnabel

Die stärkste Schwefelquelle Nordwestdeutschlands in Levern wieder mit Leben zu erfüllen, daran wird aktuell gearbeitet.

            

              
                Foto: Oliver KratoDie stärkste Schwefelquelle Nordwestdeutschlands in Levern wieder mit Leben zu erfüllen, daran wird aktuell gearbeitet. Foto: Oliver Krato

Levern. In die historische Heilbadanlage in Levern könnte wieder Bewegung kommen. Der Vorsitzende der OWL-GmbH, Landrat Manfred Müller (Paderborn), hat auf Einladung von Helmut Richter (Rila) und Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat das ehemalige Heilbad Meyerhof in Augenschein genommen.

„Die stärkste Schwefelquelle Nordwestdeutschlands wieder mit Leben zu erfüllen - das wäre super für ganz Stemwede und für die Gesundheitsregion Ostwestfalen-Lippe“, so wird Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat zitiert.

Möglich werden soll das Schwefelbad Levern durch die Bündelung von öffentlichen und privaten Mitteln. Als Förderkulisse könnte die „Regionale 2022“ helfen, die für die Region Ostwestfalen-Lippe zusätzliche Gelder bereithält.

„Gemeinsam mit den Eigentümern werden wir als Verwaltung kurzfristig und ohne Denkverbote ausloten, welche Inhalte zum Gegenstand einer Konzeption gemacht werden können“, beschrieb Abruszat vor kürzlich die nächsten Schritte.

Die Heilquellen in Levern werden seit Jahrhunderten genutzt. Ein Badehaus existiert bis heute. Der einst blühende Badebetrieb kam in den 1980er Jahren weitgehend zum Erliegen und liegt seitdem in Dornröschenschlaf. Die neue Untersuchung der Quellen hat nach den Worten Richters die hervorragende Güte der Heilquellen bestätigt.

Einig seien sich beim jüngsten Ortstermin alle gewesen, dass für eine künftige Nutzung der Quellen ein Neubau erstellt werden müsse.

Bis in die 1950er Jahre war Levern unweit der Grenze zum Wittlager Land ein Kurort, in dem schwefelhaltige Quellen genutzt wurden. In einer von der Gemeinde Stemwede in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie wurde festgestellt, dass es möglich sei, den Kurbetrieb zu rentablen Bedingungen wieder aufzunehmen.

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