Proklamation und viele Aktionen Fynn Klanke neuer Kinderschützenkönig in Hunteburg

Von Christa Bechtel


Hunteburg. Seit 66 Jahren widmet der Hunteburger Schützenverein während seines Schützenfestes einen Tag nur den Kindern, sodass sie sich auf zahlreiche Aktionen freuen können. Höhepunkt ist stets die Proklamation des Kinderschützenkönigs. Diese Würde konnte in diesem Jahr Fynn Klanke für sich verbuchen, der sich Lea-Marie Vogelpohl zur Königin nahm.

Als Adjutant steht den neuen Majestäten Marvin Schmidt zur Seite, als erstes Ehrenpaar Tim Meyer und Lenja Schröder, als zweites Noah Schilling und Pia Culbert. – „Früher war es so, dass sich auch die Schulen und die Kindergärten um das Kinderschützenfest kümmerten. Dort wurden Papierhüte gebastelt, mit denen sie dann am Umzug teilnahmen und so ein farbenprächtiges Bild boten“, blickt Präsident Stefan Bockrath auf längst vergangene Zeiten zurück.

Kutschen und Reiter

Was geblieben ist, ist der Umzug zum Festplatz. Auch die am Montagnachmittag noch amtierenden Majestäten Kinderkönigin Hanna Meyer, Prinz Lasse Holtmann, Adjutant David Voltermann und die Ehrenpaare wurden – wie die Großen – mit Planwagen, Kutschen, Reitern und Vorstand von ihren Residenzen abgeholt. Nachdem der Präsident seine lange Begrüßungsliste „abgearbeitet“ und etlichen Mitstreitern gedankt hatte, warteten auf die Kinder erneut zahlreiche actionreiche Aktivitäten.

Team von rund 40 Helfern

Die hatten ein Team von rund 40 Helfern mit Annette Kramer-Ströbel als Koordinatorin nicht nur vorbereitet, sondern sie betreuten auch die einzelnen Stationen. „Das Kinderschützenfest liegt uns am Herzen, weil wir (Eltern, die alle Kinder in der Altersstufe hatten) es vor rund 15 Jahren übernommen haben. Wir haben damals gesagt: Es kann nicht nur sein, dass wir feiern, sondern wir möchten, dass unsere Kinder mit uns feiern“, stellt Annette Kramer-Ströbel heraus, dass diese Eltern sich seinerzeit einig waren: „Wir möchten das gerne ehrenamtlich weitermachen. Zudem waren wir auch alle im Schützenverein.“ Seitdem nehmen jährlich 150 bis 200 Kinder an „ihrem“ Kinderschützenfesttag teil.

Subtropische Temperaturen

Auch dieses Mal hatte das Team einige Spiele vorbereitet. Aufgrund der subtropischen Temperaturen kamen die mit Wasser besonders gut an, wie das Dosenwerfen mittels Schlauch wie auch kleine Bälle mit Wasserpistolen abschießen. Oder wie einst Robin Hood nahm Franz Witte bei der Bogensportabteilung Armbrust und Bogen zur Hand, um das angepeilte Ziel zu treffen. Dass die Kinder einen eigenen Schützenfesttag haben findet er seit Jahren einfach nur „cool“. Besonders gut findet er das Preisschießen, das in der Schützenhalle angeboten wurde. Mit Betreuern an ihrer Seite konnten die Kinder dort ebenfalls das Schießen mit der Rika-Anlage testen, die auf einem computergesteuerten Infrarotsystem basiert.

Mit dem Thron im Kletterwald

„Nicht nur das Preisschießen unterstützen etliche Hunteburger Geschäfte großzügig, sondern vieles mehr, sodass wir dadurch attraktive Angebote machen können. Wir waren zum Beispiel in diesem Jahr mit dem Thron im Kletterwald“, schildert Annette Kramer-Ströbel. Bei all dem stehe allerdings nicht nur im Vordergrund: „Ihr sollt, ihr müsst, ihr könnt… sondern wir machen das mit euch.“

Eine Nadel zur Erinnerung

Währenddessen lief das Königsschießen, an dem sich in diesem Jahr rund 30 Mädchen und Jungen beteiligten. Schließlich wollten alle mal auf diesen begehrten Thron oder eine Krone tragen. Nach und nach brachten sie den Adler zur Strecke. Um kurz nach 16 Uhr glückte Fynn Klanke der entscheidende Königsschuss. Aber auch wer Apfel, Zepter, Schwanz oder die Krallen abgeschossen hatte: Alle durften sich am Abend zur Proklamation über eine Nadel zur Erinnerung freuen.


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