Oldtimer-Raritäten auf Tour Blitzender Chrom und historische Gefährte in Haldem

Von Heidrun Mühlke

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Haldem . Die „Gnome et Rhone“ , ein historisches französisches Motorrad aus dem Jahr 1937 war schon eine besondere Rarität bei der jüngsten Auflage der Internationalen Westfalen-Lippe-Fahrt für Motorrad-Veteranen, die alljährlich vom ADAC ausgerichtet wird.

Stefan Aspelmeier aus Gehlenbeck im Altkreis Lübbecke ist der stolze Besitzer. „Ich habe die Maschine 2014 in einer Scheune in Holland gefunden“, erzählte der 39-jährige.

Die Liebe für alte Motorräder hat die gesamte Familie Aspelmeier befallen. Vater Manfred aus Eickhorst nahm am Sonnabend mit einer Wanderer aus dem Jahr 1941 an der Rallye teil und dessen anderer Sohn Marc fuhr eine BMW R 11 aus dem Jahr 1929.

Wahre Raritäten

„Unser Vater hat uns schon in frühen Jahren mit seinen historischen Maschinen infiziert“, erklärten Stefan und Marc Aspelmeier. „Eine Wanderer war früher fast in jedem vierten Haushalt zu finden“, sagt Manfred Aspelmeier, inzwischen seien die Motorräder wahre Raritäten. Er selbst fahre seine Maschine seit 1974 und habe sie auch selbst restauriert.

Durch Zufall habe er auch eine Polizeiuniform aus seinem alten Dorf bekommen und wenn er jetzt mit seiner Wanderer unterwegs ist, gehöre die Polizeiuniform aus der Kaiserzeit zu seinem perfekten Outfit unbedingt dazu. Traditionelles Zubehör zu seiner Maschine, wie eine alte Ledertasche oder die Hupe, habe er auf einem Trödelmarkt entdeckt.

Mercedes 220 S

Insgesamt waren bei der Rallye 43 Motorrad-Veteranen und 29 Oldtimer dabei. Start und Ziel gleichermaßen war am Gasthaus Rosengarten in Haldem. Eines der ältesten Fahrzeuge war ein Mercedes-Benz 170 S, den Heike Voigt und Margret Meier aus Rahden über die ausgearbeitete Strecke chauffierten. Sechs Jahre jünger war der Mercedes 220 S Cabrio von Johannes Ernst und Barbara Scholz aus Ostercappeln. Seit 15 Jahren ist der Oldtimer in ihrem Besitz, nun soll er aus Altersgründen (Johannes Ernst ist inzwischen 87 Jahre alt) verkauft werden. Mindestens 120 000 Euro solle das chromglänzende Schätzchen bringen, waren sich die beiden einig.

Zur Ausfahrt, bei der es weder um Höchstgeschwindigkeit noch um die Jagd auf die Zehntelsekunde ging, waren Fahrer aus dem gesamten norddeutschen Raum angetreten. In zwei Etappen führte die Tour durch den Wittlager Nachbarkreis Minden Lübbecke mit einer schöpferischen Pause auf Schloss Benkhausen.


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